Dischingen Dischingen ist Heimat für 33 Flüchtlinge

Das Flüchtlingshaus im Dischinger Margaretenweg wurde von der Kreisbaugesellschaft erstellt.
Das Flüchtlingshaus im Dischinger Margaretenweg wurde von der Kreisbaugesellschaft erstellt. © Foto: Sabrina Balzer
Dischingen / Klaus Dammann 13.03.2018
Im Kreisbau-Haus am Margaretenweg in Dischingen sind derzeit acht Wohnungen belegt.

Immer wieder gebe es bei der Gemeindeverwaltung Anfragen, wie viele Asylbewerber eigentlich in der Gemeinde leben und wie sie untergebracht sind. Daher wolle man jetzt in der Sitzung des Gemeinderats einmal darüber informieren, sagte Bürgermeister Alfons Jakl.

Hauptamtsleiterin Evi Saur erinnerte daran, dass die Gemeinde nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz für die an die Erstunterbringung durch den Landkreis anschließende Unterkunft der Flüchtlinge zuständig ist. Dischingen habe daher sechs Wohnungen in dem 2017 von der Kreisbaugesellschaft am Margaretenweg erstellten Mehrfamilienhaus für zehn Jahre angemietet.

Flüchtlinge kommen aus verschiedensten Ländern

Seit 1. August vorigen Jahres leben in diesen sechs Wohnungen 21 Menschen: eine fünfköpfige Familie aus Syrien mit drei Kindern, eine vierköpfige Familie aus Indien, eine georgische Familie von vier Personen, eine Familie aus Nigeria mit zwei Kindern, eine einzelne Frau aus China sowie drei alleinstehende Männer aus Nigeria, Kamerun und Pakistan.

Sie alle seien obdachlosenrechtlich untergebracht, berichtete die Hauptamtsleiterin. Es bestehe also kein Mietvertrag, was für die Gemeinde flexibler sei. In einer weiteren Wohnung des Hauses wohne eine sechsköpfige nigerianische Familie. Diese Familie sei als Asylbewerber bereits anerkannt, habe daher eine Aufenthaltsgenehmigung und einen Mietvertrag mit der Kreisbau abgeschlossen.

Zwei Wohnungen nicht gemietet

Darüber hinaus wurde in Dischingen in dieser Woche noch eine zugewiesene Familie erwartet. Wie Evi Saur sagte, sei dies eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan. Für sie habe die Gemeinde ab März noch eine Wohnung zur Anschlussunterbringung im Kreisbau-Haus gemietet. Somit würden in Dischingen jetzt insgesamt 33 Flüchtlinge leben. Und möglicherweise komme in nächster Zeit noch eine Person hinzu, deutete Jakl an.

In Bezug auf die verbliebenen zwei Zweizimmerwohnungen im Haus am Margaretenweg habe die Kreisbau angefragt, ob die Gemeinde auch diese mieten will. Dies habe man aber vorerst nicht getan, so der Bürgermeister. Um die Ausstattung der belegten Wohnungen zum Beispiel mit Küchen kümmere sich die Gemeinde.

Dischingen liegt unter dem Durchschnitt

Gemeinderat Reinhold Sporer erkundigte sich, ob Dischingen mit 33 Flüchtlingen als Gemeinde „im Rahmen“ liege. „Wir sind noch drunter“, antwortete Bürgermeister Jakl. Michael Raunecker fragte nach, ob die Frau aus China politisch verfolgt ist. „Wir steigen nicht so ganz durch“, bekannte die Hauptamtsleiterin. Über deren Antrag sei noch nicht entschieden, obwohl sie schon mindestens fünf Jahre hier lebe.

Georg Wörner sprach den Fall einer Familie aus Indien an. Dieser Asylantrag sei abgelehnt worden, sagte dazu Bürgermeister Jakl. Aber es sei noch ein Härtefallantrag möglich. Involviert sei hier auch die Aktion Freunde schaffen Freude.

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