Verkehr Dischingen beim Straßenausbau jetzt auf der Zielgeraden

Noch nicht ganz fertig ist der dritte und letzte Bauabschnitt für den Ausbau der Dischinger Ortsdurchfahrt. So fehlt auf der Ballmertshofener Straße auch noch der Feinbelag. Aktuell geht man im Rathaus von einer Verkehrsfreigabe zu Anfang November aus.
Noch nicht ganz fertig ist der dritte und letzte Bauabschnitt für den Ausbau der Dischinger Ortsdurchfahrt. So fehlt auf der Ballmertshofener Straße auch noch der Feinbelag. Aktuell geht man im Rathaus von einer Verkehrsfreigabe zu Anfang November aus. © Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Dischingen / Klaus Dammann 09.10.2017
Die Arbeiten an der durch Dischingen führenden Landesstraße stehen vor ihrem Ende. Die Verkehrsfreigabe wird für Anfang November erwartet.

Lästig und aufwendig waren und sind die Strecken, die die Verkehrsteilnehmer beim Durchqueren der Härtsfeldgemeinde in den vergangenen Jahren auf sich nehmen mussten. Doch die Tage der weiträumigen Umleitungen sind gezählt: In wenigen Wochen soll die Ortsdurchfahrt auch auf dem letzten Ausbauabschnitt Richtung Ballmertshofen wieder für alle Fahrzeuge freigegeben werden.

Seitens des Ingenieurbüros Kolb sei signalisiert worden, dass die Straße voraussichtlich Anfang November fertig wird, so Bürgermeister Alfons Jakl. Aktuell würden die Gehwege gepflastert und die Nebenflächen – Grünbereiche wie zu asphaltierende Flächen – hergerichtet. Es fehlen dann noch der Feinbelag und die diversen Straßenmarkierungen.

Eine Verzögerung gebe es bei der Stichstraße bei der Jungen Pfalz, sagte Jakl. Hier sei noch nicht viel geschehen. Kanal und Wasserleitung ständen zur Verlegung an, außerdem soll die bisher geschotterte Straße eine Asphaltdeckschicht bekommen. Den Ausbau habe man zurückgestellt, um die Freigabe der Ortsdurchfahrt schneller zu erreichen und dann die Umleitungen aufheben zu können. Bis Ende November soll aber auch dieser Bereich fertig werden. Der Bürgermeister deutete an, dass eine feierliche Einweihung der gesamten Ortsdurchfahrt im Dezember denkbar sei.

1,4 Millionen Euro Nettokosten

Der jetzt in Arbeit stehende dritte Bauabschnitt – die vorigen beiden Teile wurden 2015 und 2016 realisiert – ist der größte und teuerste. Rund 1,4 Millionen der insgesamt 3,42 Millionen Euro für alle drei Abschnitte entfallen an Kosten auf ihn. Da es sich bei der Ortsdurchfahrt um eine Landesstraße handelt, verteilen sich die Gesamtkosten auf Gemeinde und Land. Zum Dischinger Anteil von 2,4 Millionen Euro gebe es aus dem Ausgleichsstock, dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und der Fachförderung Wasserwirtschaft Zuschüsse von insgesamt einer Million Euro, erläuterte Jakl. Somit bleiben an der Gemeinde selbst Ausgaben von rund 1,4 Millionen Euro netto für das ganze Vorhaben hängen.

Die Bemühungen um eine Sanierung und einen Ausbau der maroden Ortsdurchfahrt reichen lange zurück. Seit mehr als 20 Jahren werde der Straßenzustand beklagt, erinnerte sich der Bürgermeister. „Es stellte sich heraus, dass die Straße komplett kaputt ist“, so Jakl. Immer wieder habe er in seiner Amtszeit beim Land nachgehakt. In Gang sei die Sache gekommen, als der Dischinger Gemeinderat beschloss, bei den Planungskosten in Vorleistung zu gehen. „Das war ein Signal, dass die Gemeinde bereit ist, zu investieren.“

Der Bürgermeister blickt mit Freude auf den bevorstehenden Abschluss der Arbeiten: „Die Umleitungsstrecken waren nicht einfach. Alle sind froh, wenn es fertig ist und die Straße wieder freigegeben wird.“

Folgen der Umleitung

Allerdings zeigt die Umleitung auch Folgen. So habe die Gemeindeverbindungsstraße von der Egauschule zur Gärtnerei Lehnert durch den gestiegenen Verkehr schwer gelitten, sagte Jakl. Hier müsse etwas gemacht werden. Diese Strecke werde deshalb in die Prioritätenliste für Straßensanierungen in der Gesamtgemeinde aufgenommen.

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