Sturm IV Die Pfannaglopfer waren los

Königsbronn / HOLGER SCHEERER 27.02.2014
Diesmal ließ sich Bürgermeister Michael Stütz beim traditionellen Rathaussturm der Itzelberger Pfannaglopfer nicht kampflos festnehmen. Ran musste er am Ende trotzdem.
Das Königsbronner Rathaus war im Vorfeld zur Festung ausgebaut worden. Als die Hästräger das Rathaus stürmten, lies der Schultes einen Zentner Aktenschnipsel auf die Angreifer herabregnen. Damit hatten die mit Hämmern und Rätschen bewaffneten Sturmtruppen nicht gerechnet. Eine andere Strategie verfolgte Hauptamtsleiter Joachim Ziller.

Er verkleidete sich als Neptun und versuchte in der Masse der Narren unterzutauchen, was ihm auch eine ganze Weile lang gelungen ist. Er wurde von den Narren jedenfalls zuletzt entdeckt. Doch alle Abwehrmaßnahmen waren letztendlich vergebens. Denn auch die Pfannaglopfer hatten aufgerüstet. Zur Verstärkung brachten sie heuer erstmals die befreundeten Giengener Panscherhexen und die Heidenheimer Schlosshexen mit, sodass auf dem Vorplatz des Königsbronner Rathauses eine ganze Menge los war.

Mit vereinten Narrenkräften stürmten die Hästräger das Rathaus, nahmen die Führungsriege fest und führten sie nach draußen, wo man bereits von einer johlenden Menge erwartet wurde. Wolfgang Holubar, Chef der Pfannaglopfer, trat als „Jaqueline“ in Aktion und versuchte den Festgesetzten eine möglichst hohe Auslöse zu entlocken, was vom Publikum jeweils lautstark quittiert worden ist.

Kaffee, Kuchen, Bonbons und andere Leckereien mussten die „Verhafteten“ locker machen, bevor sie wieder in Freiheit gesetzt wurden. Anschließend verzogen sich die Narren in die Hammerschmiede zum Weiberfasching. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert . . .
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