Sperrung Die neue Brenz-Brücke kommt im Herbst

Seit Monaten ist die Brücke über die Brenz am Fuße von Schloss Brenz wegen Baufälligkeit gesperrt. Der Gemeinderat vergab jetzt die Arbeiten für eine neue Brücke, die sowohl aus Stahl als auch aus Holzelementen ausgeführt wird. Mit dem Brückenaustausch wird im Herbst gerechnet.
Seit Monaten ist die Brücke über die Brenz am Fuße von Schloss Brenz wegen Baufälligkeit gesperrt. Der Gemeinderat vergab jetzt die Arbeiten für eine neue Brücke, die sowohl aus Stahl als auch aus Holzelementen ausgeführt wird. Mit dem Brückenaustausch wird im Herbst gerechnet. © Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Sontheim/Brenz / Klaus-Dieter Kirschner 22.05.2013
Noch Monate wird es dauern, bis die Fußgänger und Radfahrer in Brenz keinen langen Umweg mehr ertragen müssen: Im Herbst wird die marode Holz-Brücke über die Brenz bei Schloss Brenz durch eine neue ersetzt. Der Zuschlag ging nach Gussenstadt - für 71 673 Euro.

Im Haushaltsplan 2013 stehen für die neue Brücke 150 000 Euro zur Verfügung. Daran erinnerte Bürgermeister Matthias Kraut in der Sitzung des Gemeinderats. Danach werde die neue Brücke etwa nur halb so teuer. Doch dürfe man sich durch diese Zahlen nicht täuschen lassen. Der Abbau der alten Brücke koste Geld, ebenso die Einschotterung der Stelle, auf der ein Schwerlastkran seinen Platz findet, um die alte Brücke wegzuheben und die neue auf die Brückenpfeiler hieven zu können. Außerdem fallen noch weitere Nebenkosten, Kabelverlegekosten und Honorare für die Planer und Statiker an.

Ingenieur Gall vom gleichnamigen Planungsbüro ging noch einmal auf die Ausschreibung und deren Ergebnisse ein. 18 Firmen hätten das Leistungsverzeichnis abgeholt; elf schickten ihre Angebote an die Gemeinde: "Meine Sorge, dass eine bauliche Lösung aus Stahl und Holz deutlich teurer kommen würde, habe sich nicht bestätigt," sagte der Fachmann.

„Das Angebot ist auskömmlich. Die übrigen Anbieter liegen 25 und mehr Prozent über Mutscheller. Zwischen seiner Firma und dem Betrieb, der am teuersten kalkuliert hatte, lagen sogar 242 Prozent Preisunterschied.“

„Bei dieser aus Stahl und Holz zu bauenden Brücke werde Lärchenholz genommen,“ sagte Bürgermeister Kraut. Der angebotene Stahl werde streusalzresistent sein.

„Ob sich der Stahl auch farblich beschichten lässt?“ fragte Bernd Moser (CDU), während Heinz Mack (FWV) „sich relativ zufrieden über das Ausschreibungsergebnis“ äußerte und Zweifel hegte, „ob man im letzten Herbst auch so ein günstiges Ausschreibungsergebnis erzielt hätte?“

Für Reiner Lindenmayer (SPD) „ist das reine Spekulation“. Ihm war wichtig, dass die Gemeinde nicht noch für die Entsorgung der alten Holzbrücke Geld hinlegen müsse. Man müsste die alte Brücke vielmehr so verwerten, dass sie noch etwas Geld in die Kasse bringe.

Walter Unseld (FWV) schloss die kurze Debatte mit der Frage: „Bleibt es dabei, dass im August die neue Brücke montiert wird?“ Diese und noch andere Fragen beantwortete Gall alle mit einem klaren „Ja“.

Einstimmig erteilte der Gemeinderat der Firma Mutscheller den Zuschlag für den (neuen) Brückenschlag über die Brenz am Fuße des Schlosses Brenz.

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