Brenz Die ersten Brenztalspiele – einfach eine Riesengaudi

Brenz / Klaus-Dieter Kirschner 10.06.2018
Auf der grünen Wiese am Brenzer Ortsrand herrschten am Samstag bei den ersten Brenztalspielen ausgelassene Stimmung und viel Begeisterung.

Eine gelungene Mischung aus schottischen Highland-Games und Feldtag der Landjugend waren die ersten Brenztalspiele, die der Brenzer Partystadl-Club am Samstag organisiert hatte. Etwa 300 Zuschauer samt Wettkämpfern (verteilt auf 13 Mannschaften) waren dabei. Das Schöne für alle Beteiligen: Nicht der Regen, nur das Bier floss in Strömen. Einer der großen Förderer des Clubs ist aus verwandtschaftlichen Gründen Gemeinderat Reiner Lindenmayer. „Ich bin stolz auf die Jungs.“ Wobei natürlich auch Frauen in Brenz ihren Mann standen.

Bulldog, Milchkannen und Stroh

Die Hauptorganisatoren, darunter Michael Oppermann, sind zwischen 14 und 17 Jahre alt und ungemein kreativ. So waren die Zutaten für die Wettkämpfe auch schnell gefunden: darunter ein alter Bulldog, der eineinhalb Tonnen auf die Waage bringt, etliche Strohballen, Milchkannen und ausgediente Autoreifen.

Aus Sontheim kamen nur wenige Teilnehmer, aber das werde sich ändern, meinte Oppermann. Vier Stationen waren es, die die aus jeweils vier Personen bestehenden Mannschaften zu meistern hatten. Es ging um Zeit, aber auch um Geschicklichkeit. Allerlei Schikanen umfasste der Hindernislauf mit einem großen Strohballen unter dem Arm. Pech hatte der, dessen Strohballen sich plötzlich auflöste, weil die Schnur gerissen war. Dann musste alles bei null beginnen. Und angefeuert wurden die Wettkämpfer, dass es eine wahre Lust war.

Nichts für Schusselige

Das Bulldogziehen war eine schweißtreibende Angelegenheit. Und wer gar zu schusselig mit dem einachsigen Milchkarren umging, ließ Milch in Form von Wasser aus der Milchkanne schwappen, was Punkte kostete. Der Gummistiefel-Weitwurf war ebenso eine kernige Angelegenheit und die Schaulustigen machten parallel ein Wegduckspiel. Selbst die, die gerade ins Kindergartenalter gekommen waren, ließen Gummistiefelchen fliegen und freuten sich am Applaus.

Nach den Hauptrunden standen die Sieger fest: Den Wanderpokal errang das Team „Kirschenmichel“, auf Rang zwei landete die „Hüdde Hermaringen“, dicht gefolgt von „Nick und den Schluris“. Der Wunsch fürs kommende Jahr: Noch mehr Mannschaften bei den Brenztal-Games.

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