Projekt Dettinger Vereine wollen neue Lindenhalle bauen

Das Foto zeigt einen Teil der Mitglieder der Interessengemeinschaft für eine neue Lindenhalle in Dettingen (von links): Thomas Kramer (Förderverein Handball), Walter Streit (Albkapelle Dettingen), Bärbel Häberle (Landfrauen Herbrechtinger Alb), Manfred Zimmermann (Albkapelle Dettingen), Ortsvorsteherin Anette Lindenmaier und Nico Hensel (Marketing Handball-Abteilung).
Das Foto zeigt einen Teil der Mitglieder der Interessengemeinschaft für eine neue Lindenhalle in Dettingen (von links): Thomas Kramer (Förderverein Handball), Walter Streit (Albkapelle Dettingen), Bärbel Häberle (Landfrauen Herbrechtinger Alb), Manfred Zimmermann (Albkapelle Dettingen), Ortsvorsteherin Anette Lindenmaier und Nico Hensel (Marketing Handball-Abteilung). © Foto: Jens Eber
Dettingen / Jens Eber 02.05.2013
Über die Mängel der Lindenhalle wird zwar seit geraumer Zeit gesprochen, vor einem möglichen Neubau liegen aber noch etliche Hürden. Eine Interessengemeinschaft aus Vertretern aller Vereine will das Vorhaben nun intensiv fördern.

Die Lindenhalle, 1977 gebaut, ist für viele Dettinger ein Sorgenkind. Für Stirnrunzeln sorgen nicht nur die kleinen Probleme, die bei jedem intensiv genutzten Gebäude irgendwann auftauchen, die Lecks im Dach, die in die Jahre gekommene Heizung, die blinden Fenster oder die rostigen Leitungen.

Für den Sportbetrieb ist die Halle längst auch zu klein, die Handballer konnten noch nie ein Heimspiel zu Hause absolvieren, kulturelle Veranstaltungen sind nur noch möglich, weil das Landratsamt eine Ausnahmegenehmigung erteilt hat. Und die läuft Ende 2014 aus.

Es ist die Summe aller Probleme, die auch im Gerstetter Rathaus zu der Erkenntnis geführt hat, dass eigentlich nur noch ein Abriss und Neubau an gleicher Stelle sinnvoll ist.

Ohne Fördermittel wäre Abriss nicht finanzierbar

Mehrere Millionen Euro würde das kosten. Ohne Fördermittel wäre das aber nicht zu finanzieren, wie es heißt. Aber auch eine Sanierung wird auf einen siebenstelligen Betrag veranschlagt, ohne freilich etwas an der Raumnot zu ändern, die auch dazu führt, dass etliche Dettinger Mannschaften in anderen Hallen der Gemeinde trainieren und dort für Enge nicht bloß bei der Terminvergabe sorgen.

Die Dettinger Vereine wollen die Muttergemeinde mit dem Problem Lindenhalle allerdings nicht allein lassen: Vergangene Woche traf sich erstmals die „Interessengemeinschaft Neubau Mehrzweckhalle“, in der sich Vertreter von 21 Vereinen und Organisationen von nun an engagieren wollen.

Als erstes Arbeitsziel soll der Gemeinderat bei seiner nächsten Sitzung, die voraussichtlich am 14. Mai in der Lindenhalle stattfinden wird, über die Sorgen der Nutzer informiert werden. Zudem sammelt die IG auch bereits Ideen, wie der Neubau aus dem Dorf heraus gefördert und unterstützt werden könnte. Die Ansätze reichen von Eigenleistungen bis hin zu Veranstaltungen, bei denen Geld erwirtschaftet werden könnte.

Großer Bedarf in stark gewachsenem Dorf

„Letztlich sind alle Vereine von der Halle abhängig“, sagt Thomas Kramer vom Förderverein Handball. Theater- und Musikproben, Training, Schlachtfeste oder Konzerte – in einem in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsenen Dorf mit rund 2000 Einwohnern gebe es regen Bedarf an einer Mehrzweckhalle. Daher sind sich die Initiatoren der IG auch sicher, annähernd alle Dettinger unter einem Dach zu vertreten.

Gemeinsam mit den Vereinsvertretern hat Nico Hensel, in der TSV-Handballabteilung für das Marketing zuständig, eine Präsentation erarbeitet, die dem Gemeinderat nicht nur die Probleme der Bausubstanz verdeutlichen, sondern auch die Kooperationsbereitschaft der Dorfgemeinschaft vermitteln soll. Unter der Web-Adresse www.dettingen-am-albuch.de will er den Fortgang des Vorhabens auch in einem Blog begleiten.

„Alle Vereine sind bereit, etwas beizutragen“, so Nico Hensels Überzeugung. Und: „Wir wollen nicht nur sagen, wir brauchen eine Halle.“ Es gehe auch darum, Alternativen auszuloten.

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