Dettingen / Catrin Weykopf Der Dettinger Kirchenbus ist fast fertig und soll auch nach der Zeltkirche im Mai 2017 weiter über die Alb fahren. Ideen für seine Nutzung gibt es schon viele.

Obwohl man im Dettinger Kirchenbus derzeit noch nicht einmal sitzen kann, ist er schon dort angekommen, wo er einmal sein soll: In der Mitte des Dorfes, bei den Menschen, in der Gemeinschaft. Zuletzt beim Kirchweihmarkt durfte man ihn besteigen, sich umsehen, alles anfassen. Und das Interesse war groß: Kaum eine Minute verging, ohne dass Neugierige die Stufen ins Innere erklommen.

Nicht ohne Stolz stand das Team, das aus dem ausrangierten Gelenkbus eine Begegnungsstätte macht, daneben – beantwortete Fragen und bat um Spenden.

Seit Juli haben rund zehn Helfer an die 1000 Arbeitsstunden in den Bus gesteckt – angefangen von der Instandsetzung der Vorderachse bis zu dem Punkt, an dem der Bus seine Hauptuntersuchung bestand und zugelassen werden konnte. Was jetzt noch fehlt, sind Sitzmöbel, die Innengestaltung und eine farbige Außenhaut. All das soll in den nächsten Wochen passieren, weiterhin von ehrenamtlichen Helfern, die ihre Freizeit in der Bus-Werkstatt verbringen.

Pfarrer Ralf Sedlak, der das Projekt angestoßen hat, ist begeistert: „Es ist wirklich bewundernswert, mit welcher Willensstärke das Team arbeitet.“ Der, bei dem die Fäden der Willensstarken zusammenlaufen, heißt Eberhard Ableiter. Er findet: „Jeder hat seinen Teil beigetragen. Manche hatten gute Kontakte, manche waren handwerklich unsere Spezialisten und wieder andere spenden ihre Freizeit, um den Bus der Öffentlichkeit zu präsentieren.“ Und genau die soll den Bus bald ausgiebig und regelmäßig nutzen können. Ursprünglich als Werbemaßnahmen für die Zeltkirche im Mai 2017 gedacht, soll der Bus auch über das Großevent hinaus auf der Straße bleiben. „Es gibt schon viele Ideen“, sagt Pfarrer Sedlak.

Angefangen von Vereinen über Dorffeste und Gottesdienst-Aktionen kann man sich viel vorstellen. „Wir haben in Dettingen beispielsweise kein Dorfcafé“, sagt Sedlak. „Es wäre doch toll, der Bus würde diese Funktion einmal pro Monat übernehmen.“ Unterstützung bekommt das Team auch von Ortsvorsteherin Anette Lindenmaier. Sie wünscht sich: „Der Bus soll Gemeinschaft stiften.“ Angebote für Jugendliche seien genauso denkbar wie für Senioren. Damit all das Wirklichkeit wird und finanziert werden kann, bittet das Team weiter um Spenden – auch über das HZ-Spendenportal „Unsere Hilfe zählt“.

Spenden für die Kirchenbus: So geht’s

Spenden sind möglich direkt auf www.unsere-hilfe-zaehlt.de

Oder per Überweisung:

„Unsere Hilfe zählt“, Kreissparkasse Heidenheim, IBAN: DE62 6325 0030 0000 8428 42, Verwendungszweck 47138.

Eine Spendenbescheinigung erhält, wer ein „X“ sowie seinen Namen und Adresse im Verwendungszweck einträgt. Die Bescheinigung wird Anfang 2017 per Post versandt.

Bei Spenden auf www.unsere-hilfe-zaehlt.de wird diese per Mail verschickt.

Jede Spende kommt zu 100 Prozent an, die Kreissparkasse Heidenheim übernimmt die Transaktionskosten.