Steinheim Bürgermeisterwahl: Lars Steck ist Kandidat Nummer drei

Der Sontheimer Lars Steck (47) möchte Bürgermeister in Steinheim werden.
Der Sontheimer Lars Steck (47) möchte Bürgermeister in Steinheim werden. © Foto: privat
Steinheim / Carolin Wöhrle 12.09.2018
Olaf Bernauer und Holger Weise bekommen in Steinheim Konkurrenz von dem 47-Jährigen Sontheimer Lars Steck. Er will mit seiner Kandidatur „ein Zeichen setzen“.

Warum bewirbt sich ein ganz normaler Bürger für das Amt des Bürgermeisters? Lars Steck begründet es so: „Ich bin mit vielem unzufrieden.“ Er glaube, dass es nicht nur ihm, sondern vielen Steinheimern so gehe. „Natürlich kann man jammern und Dinge einfach hinnehmen“, sagt der 47-Jährige, der ledig ist und keine Kinder hat. „Oder man kann ein Zeichen setzen und sich etwas trauen.“

Steck geht offen mit dem Hauptgrund für seine Unzufriedenheit um: Er hatte bereits Ärger mit der Rathausspitze. Er wohnt im Sontheimer Birkelweg. Um diese und zwei weitere Straßen gab es im vergangenen Jahr Ärger zwischen Anwohnern und Verwaltung. Nach dem Endausbau der Straßen kamen Erschließungsbeiträge im teils fünfstelligen Bereich auf die Anwohner zu. „Wir hätten uns da deutlich mehr Verständnis und Unterstützung durch die Gemeinde gewünscht“, bemängelt Steck.

Für ihn sei diese Erfahrung Anstoß gewesen für die Überlegungen, sich für das Amt des Steinheimer Bürgermeisters zur Wahl zu stellen.

„Vielleicht“, sagt Steck, „kann ein Normalsterblicher wie ich ja etwas bewegen.“ Ein „Normalsterblicher“, wohlgemerkt, der keinerlei Erfahrung im Bereich der öffentlichen Verwaltung mitbringt. Dem Speditionskaufmann ist das bewusst, aber: „Der Mensch ist lernfähig.“ Als Bürgermeister, so glaubt der gebürtige Sontheimer, könne er sich schnell in die Abläufe einarbeiten. „Außerdem gibt es da ja auch noch die entsprechenden Fachämter und den Gemeinderat. Ein Bürgermeister entscheidet ja nicht allein.“

Wie sieht er selbst seine Chancen gegen Amtsinhaber Olaf Bernauer und den Finanzfachmann Holger Weise? „Das kann ich schwer einschätzen. Aber ich sage mal so: Wenn man sich für ein solches Amt bewirbt, dann will man auch gewinnen.“

Ein dritter Kandidat, ein zweiter Wahlgang?

Mit der Bewerbung von Lars Steck steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein zweiter Wahlgang notwendig wird.

Bei einer Bürgermeisterwahl gilt das Prinzip der absoluten Mehrheit. Das heißt: Wer im ersten Wahlgang gewählt werden will, muss mindestens die Hälfte der gültigen Stimmen bekommen.

Erreicht keiner der Kandidaten diese 50 Prozent, muss ein zweiter Wahlgang stattfinden. Hier gilt das Prinzip der einfachen Mehrheit: Wer die meisten Stimmen hat, gewinnt.

In Steinheim war bei der letzten Wahl 2010 ein zweiter Wahlgang notwendig: Im ersten Wahlgang hatte sich neben dem damaligen Amtsinhaber Rainer Schaller und Olaf Bernauer auch der Gemeinderat Mathias Brodbeck (FWV) beworben.

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