Sturm III Das Zeug zur Millionenstadt

Hermaringen / BRIGITTE MALISI 27.02.2014
Schwindende Bevölkerungszahlen in Hermaringen? Das war gestern. Ab sofort sorgt Schultes Jürgen Mailänder höchstpersönlich für Nachwuchs in seinem Dorf.
Wie er sich diesen Neun-Monats-Plan vorgestellt hat, das konnte die Bevölkerung am Donnerstagnachmittag auf dem Rathausvorplatz erleben. Meister Adebar, alias Jürgen Mailänder, erklärte seinen Bürgern, dass er nur darauf warte, dass sie Zuckerstückchen auf die Fensterbank legen. Die prompte Babylieferung werde noch in diesem Jahr erfolgen. Eine Grenze nach oben hat sich der Baby-Bring-Dienst nicht gesetzt. Hermaringen, so ist zumindest der Schultes überzeugt, hat das Zeug zur Millionenstadt.

Einmal mehr bewiesen am Gompigen Donnerstag Bürgermeister Mailänder sowie Hauptamtsleiter Harald Uherek und das Rathausteam, das sich als Babys verkleidet hatte, ihren Humor und ließen sich von den Hermaringer Dorfhexa aus dem Rathaus vertreiben. Auf dem Vorplatz herrschte munteres Treiben und vor allem die Kinder hatten sich kostümiert und freuten sich über Bobonregen.

Ganz genau hatten die „Hexa“ im vergangenen Jahr aufgepasst, was sich im Rathaus alles tut. Am Donnerstag bekam der Schultes dafür seine Rechnung. Ob hohe Schulden,  neue Straßenlampen oder Entkalkungsanlage – die Hexen haben da so ihre  ganz eigenen Ansichten. Und der Kindergarten, so unkten sie, müsse bei schwindenden Kinderzahlen wohl bald zur Seniorenresidenz umgebaut werden. Kein schlechter Vorschlag, hat sich da wohl der Schultes gedacht, denn schließlich hatte er bereits vermeldet: „Und klar ist auch, hört alle her, gestorben wird hier auch nicht mehr.“

 
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