Itzelberg Neuer Wanderweg eröffnet: Singen ausdrücklich erwünscht

Itzelberg / Marita Kasischke 06.05.2018
Rund um den Itzelberger See herrschte am Sonntag großer Andrang: bei der Eröffnung des vierten mit Liedtafeln ausgestatteten Wegs im Eugen-Jaekle-Chorverband.

Der strahlend helle Frühsommersonntag war wie gemacht für die Einweihung eines Wanderwegs: Rund 150 Menschen strömten zum Platz vor der Herwartsteinhalle in Königsbronn, wo der „Singende Wanderweg“ des Eugen-Jaekle-Chorverbands eröffnet wurde.

Aus allen Ecken des Bezirks Heidenheim stammten die Vereine, deren Sängerinnen und Sänger den nunmehr vierten Wanderweg dieser Art im gesamten Chorverband unter die Lupe nahmen. Dass die Wahl auf Königsbronn gefallen ist mit einer Tour um den idyllischen Itzelberger See und die Sehenswürdigkeiten der Gemeinde, dafür zeigte sich Bürgermeister Michael Stütz in seinem Grußwort sehr geehrt.

Er erhoffe sich dadurch auch, dass das deutsche Liedgut im Allgemeinen und die Gesangvereine im Besonderen durch diese neue Einrichtung neuen Auftrieb erfahren, gehe es doch darum, „ein Stück deutscher Kultur aufrechtzuerhalten“. In seiner Gemeinde sei von einstmals vier traditionsreichen Gesangvereinen lediglich einer übrig geblieben. Das ist die Liederlust Ochsenberg, die für diese Eröffnungsfeier die Bewirtung übernommen hatte.

„Singen und Bewegung sind beides für sich genommen schon förderlich. Das gilt erst recht für die Kombination der beiden Tätigkeiten“, so der stellvertretende Vorsitzende des Eugen-Jaekle-Chorverbands Günter Hopfensitz in seinem Grußwort. Sein Dank galt nicht nur der Gemeinde Königsbronn für die Unterstützung, sondern auch der Bezirksvertreterin Sandra Kastler und vor allem ihrer Stellvertreterin Renate Kraus, die die gesamte Organisation des Projekts innehatte.

Alle drei Verbandsvertreter zeigten sich überwältigt vom großen Besucherandrang und wünschten sich, dass dieser bis Oktober nicht nachlassen werde. So lange wird der „Singende Wanderweg“ mit den zehn Liedtafeln ausgestattet sein, bis er dann wieder zum Wanderweg wird, an dem den Wanderern die Texte von selbst einfallen müssen.

Es sei denn, sie nehmen das vom Eugen-Jaekle-Chorverband eigens erstellte Liederheft mit: Da sind alle für den Wanderweg übernommenen Lieder mit Text und Noten abgedruckt. Am Wanderweg selbst ist der Text auf Tafeln aufgeschlagen, und doch braucht der Wanderer und Sänger nicht auf Noten zu verzichten. Mittels eines QR-Codes gelangt er direkt zur Melodie.

Renate Kraus hatte an diesem Tag übrigens eine Doppelfunktion: Sie war nicht nur als Projektleiterin, sondern auch als Chorleiterin vor Ort. Unter ihrem Dirigat führten die Männer des Shanty-Chors Heidenheim nicht nur gesanglich an die Ufer des Sacramento, sondern auch an die Quelle des Brenzursprungs. Dort beginnt der „Singende Wanderweg“, und von dort aus dürfte die Spur der Besucher bereits akustisch auszumachen gewesen sein, die von dort aus rund um den Itzelberger See zogen und dabei zeigten, dass das Wandern nicht nur des Müllers, sondern auch des Sängers Lust ist. Anschließend durfte noch nach Herzenslust gegessen und getrunken werden – im schönsten Wiesengrunde an der Herwartsteinhalle, um ein weiteres Volkslied zu nennen, das in den Wanderweg integriert ist.

Gefreut haben werden sich die Verantwortlichen nicht nur über den Zuspruch aus den eigenen Reihen, sondern auch über den anderer Verbände: Es wurde bereits angefragt, ob man das Erfolgsrezept „Singender Wanderweg“ übernehmen dürfe.

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