Oberstotzingen / Klaus-Dieter Kirschner Ballsportler dürfen die Halle bei der Villa Kaleidos künftig wieder nutzen. Der Stadtrat hat ein entsprechendes Verbot aufgehoben.

Warum wurde vor einer gefühlten Ewigkeit ein Verbot für Ballspiele in der Mehrzweckhalle Oberstotzingen ausgesprochen? Diese Frage stand im Raum, als sich der Stadtrat am Mittwochabend in öffentlicher Sitzung mit einem entsprechenden Antrag des FV Oberstotzingen befasste. Die Halle beim Kinderhaus Villa Kaleidos, so die Argumentation des Sportvereins, verfüge seit der Generalsanierung über Prallschutzwände und sei im Vergleich zur Ballsporthalle in Niederstotzingen in den Benutzungsgebühren um zwei Drittel günstiger. Der Verein muss – wie andere auch – sparen.

Wie Bürgermeister Marcus Bremer betonte, habe man im Vorfeld der Sitzung noch nach entsprechenden Schriftstücken gesucht: „Wir wollten doch die Gründe für das Ballsportverbot erfahren.“ Aber Fehlanzeige . . . Es seien keine Unterlagen zu dieser Entscheidung vorhanden, so Bremer. Deshalb gehe man seitens der Verwaltung nun davon aus, dass das Verbot vermutlich nur in Sorge darum eingeführt wurde, man könne sonst die neue Niederstotzinger Ballsporthalle nicht auslasten.

Wie Hauptamtsleiter Andreas Häußler weiter ausführte, sei die Oberstotzinger Halle ursprünglich „für den Vereinssport ohne Einschränkungen“ zugelassen worden. Das sei auch von der Versicherung so gesehen worden. Daher sei die Verwaltung der Auffassung, dass man das bisherige Ballsportverbot durchaus aufheben kann. Allerdings mit Einschränkungen. Allein schon wegen der Größe des Spielfelds von den zwölf auf 20 Metern sei Hallenfußball nicht möglich. Es müssten eben Futsal-Bälle genutzt werden.

„Wir wollen die Haftungsfreistellung und dass wirklich nur solche Bälle eingesetzt werden, die die Halle schonen“, unterstrich Bürgermeister Marcus Bremer die Haltung der Verwaltung. Stadtrat Helmut Kircher signalisierte Zustimmung, da die Halle in Oberstotzingen der Sportstättenverordnung entspreche. Für Stadtrat Berthold Wetzler war klar, dass die Halle durch den Ballsport mehr abgenutzt werde als bei anderen sportlichen Aktivitäten. Wenn der Bedarf aber gegeben sei, möge es geschehen.

Fußballer und Volleyballer

Auf die Frage von Stadträtin Marianne Nikola, wie viele Stunden Ballsportler in der Halle sein werden, lagen der Verwaltung keine Informationen vor. Auf jeden Fall aber kehren die Fußballer und die Volleyballer des FV Oberstotzingen demnächst nach Oberstotzingen zurück. Diese Entscheidung traf der Stadtrat bei einer Enthaltung. In der Ballsporthalle werden nun also wohl einige Übungseinheiten frei.