Dischingen / HZ  Uhr
Die Sicherheitsanpassung der Rückhaltebecken bleibt weiterhin das bestimmende Thema.

Der Verbandsvorsteher und Dischinger Bürgermeister Alfons Jakl erinnerte in der Verbandsversammlung, die erstmals im Heidenheimer Rathaus stattfand, daran, dass 2016 mit den kurzfristigen Maßnahmen begonnen worden war. Anfang 2018 waren die Aufträge für die Stahlbau- und Wasserbauarbeiten an allen Rückhaltebecken erteilt worden. Während die Wasserbauarbeiten bereits abgenommen seien, müssten bei den Stahlbauarbeiten noch verschiedene Punkte geklärt werden. Aufgrund dessen sei beim Regierungspräsidium eine Verlängerung des Ausführungszeitraums bis 30. November 2019 beantragt worden.

Parallel dazu sei mit den Planungen zur Umsetzung der mittelfristigen Arbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Tiefental begonnen worden, ging aus dem Geschäftsbericht des Verbandsvorstehers hervor. Beim Damm müsse die Dichtigkeit wiederhergestellt werden. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wurde der Einbau eines Lehmschlags für rund 1,5 Millionen Euro gewählt. Glücklicherweise habe sich der Verband die benötigten rund 20 000 Kubikmeter Dichtmaterial im Industriepark A 7 Herbrechtingen/Giengen sichern können, sodass die Arbeiten von Juni bis Oktober 2019 umgesetzt werden könnten.

Die Leader-Brenzregion-Gruppe hatte im zweiten Anlauf den Antrag auf Fördergelder für den Ausbau des Kiosks Härtsfeldsee zur Ausflugsgaststätte positiv beschieden und 200 000 Euro in Aussicht gestellt. Der Verband arbeite aktuell an der Beschaffung der notwendigen Unterlagen, um innerhalb eines Jahres beim Regierungspräsidium Stuttgart einen zweiten Antrag stellen zu können. Erst wenn dieser auch positiv beschieden wird, erhält der Verband den endgültigen Bewilligungsbescheid.

Der nördlich des Härtsfeldsees gelegene Parkplatz wird für die Gleisanlagen beim künftigen Bahnhof Katzenstein des Härtsfeld-Museumsbahnvereins beansprucht. Eine Zufahrt zum Damm und ein Überfahren der Gleise mit einem Kraftfahrzeug ist dann nur noch weiter nordwestlich möglich. Nach Gesprächen mit dem Verein für Fischerei und Gewässerschutz Dischingen habe das Ingenieurbüro Kolb die Schaffung einer neuen Parkmöglichkeit geprüft. Möglich wäre die Anlage von vier Stellplätzen und einer Zufahrt von der L 2033 her. Die Kosten hierfür wurden auf brutto 12 000 Euro geschätzt worden. Derzeit prüfe das Regierungspräsidium, ob der neue Parkplatz genehmigungsfähig ist.

Jahresrechnung und Haushalt

Zur Jahresrechnung 2018 berichtete Geschäftsführerin Martha Kragler von einer planmäßigen Abwicklung des Verwaltungshaushaltes, während der Vermögenshaushalt unter dem Ansatz blieb. Dadurch habe auch der Schuldenstand um knapp 50 000 auf 544 612 Euro reduziert werden können. Erfreulicherweise habe man die allgemeine Rücklage auf fast 240 000 Euro aufstocken können. Der Haushalt 2019 werde von der Instandsetzung des Rückhaltebeckens Tiefental dominiert und steige von 922 000 Euro 2018 auf 2,356 Millionen Euro. Jahresrechnung und Haushaltsplan wurden einstimmig verabschiedet.

In der weiteren Tagesordnung ging es bereits um die ersten Vergaben zur Sanierung des Rückhaltebeckens. Das Ingenieurbüro BFI aus Ellwangen wurde mit der Ausführungsplanung, der Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, der Bauoberleitung und der Objektbetreuung beauftragt. Der Auftrag für die Erd-, Wegebau-, Naturstein- und sonstigen Arbeiten ging zum Angebotspreis von 798 775 Euro an die Firma Max Wild aus Berkheim-Illerbachen. Das Drehen der vorhandenen Exzenterklappe übernimmt die Neresheimer Wasserbaufirma BIS Burger für etwa 10 000 Euro.

Eine Veränderung gab es bei den Mitarbeitern des Verbands. Schriftführer Anton Kohler, seit 1983 im Amt, scheidet auf eigenen Wunsch aus. Verbandsvorsteher Jakl dankte Kohler für seine Mitarbeit und sein Engagement. Zur neuen Schriftführerin wurde Isabelle Mugele, die stellvertretende Bauamtsleiterin aus Neresheim, gewählt.