Landkreis Landfrau sein geht auch ab 20

Carina Haug, Sonja Winkler, Petra Bosch und Bianca Späth (von links; vorne Ronja und Leo Späth) haben zusammen die jungen Landfrauen für den Kreis Heidenheim gegründet. Sie wollen ein gemischtes Programm für Frauen von 20 bis 45 Jahren anbieten.
Carina Haug, Sonja Winkler, Petra Bosch und Bianca Späth (von links; vorne Ronja und Leo Späth) haben zusammen die jungen Landfrauen für den Kreis Heidenheim gegründet. Sie wollen ein gemischtes Programm für Frauen von 20 bis 45 Jahren anbieten. © Foto: Markus Brandhuber
Landkreis / Tina Lischka 04.09.2018
Für Frauen zwischen 20 und 45 soll es im Landkreis eine eigene Landfrauen-Gruppe geben. Am 21. September findet in Giengen der Auftakt statt.

Kochen, backen und am besten sollte man noch einen Bauernhof haben – ein Image, das die jungen Landfrauen des Kreisverbandes Heidenheim durchbrechen wollen.

„Wir wollen gegen diesen Gedanken an eine Landwirtschaft steuern“, sagt Sonja Winkler, Kreisvorsitzende der Landfrauen und Gründungsmitglied der neuen Untergruppe „Junge Landfrauen“. Denn: Eine Landwirtschaft brauche man nicht, um eine Landfrau zu sein.

Es war Winklers Idee, eine Plattform für junge Frauen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren zu schaffen, bei der sie zusammenkommen und sich austauschen können. Worüber?

Über unterschiedliche Themen. Neben kreativen Angeboten ist ein Programm geplant, das Vorträge rund um Erziehung und Bildung aber auch Gesundheit und Ernährung aufgreift. „Es wird auch einen High-Heels-Laufkurs geben“, sagt Carina Haug. Sie ist ebenfalls Teil des vierköpfigen Gründerteams.

Bei den Landfrauen war sie schon zuvor. Wie für die anderen drei ist es aber auch für sie ein Anliegen, ein spezielles Angebot nur für junge Frauen im ländlichen Raum zu bieten.

Auch für berufstätige Frauen

Apropos jung: Die Landfrauen über 45 seien deshalb nicht die alten, sondern die erfahrenen Landfrauen, sind sich Winkler und ihr Team einig. Sie sind die ersten im Landfrauenverband Württemberg-Baden, die eine solche Gruppe gründen. Unterstützt wird Winkler dabei von Haug, Bianca Späth und Petra Bosch. Die vier Frauen sind berufstätig. Treffen der Landfrauen am Nachmittag kommen für sie nicht in Frage.

Deshalb sollen die Treffen der jungen Landfrauen immer abends stattfinden, damit jungen Müttern und berufstätigen Frauen auch die Möglichkeit geboten wird, daran teilzunehmen. Angepeilt sind alle zwei Monate und unterschiedliche Orte im gesamten Landkreis für die Treffen.

Den Auftakt macht eine Veranstaltung in der Schranne in Giengen. Am 21. September um 20 Uhr, wird dort das Konzept vorgestellt. Außerdem soll der Abend genutzt werden, um sich auszutauschen, Wünsche und Ideen für die künftigen Treffen zu sammeln.

Wichtig für Mütter

Alle jungen Frauen im Landkreis wollen die vier mit ihrem Konzept ansprechen. Auch Zugezogene, um Kontakte zu knüpfen. „Die Altersspanne zwischen der Landjugend und den Landfrauen ist groß“, sagt Späth. Gerade für junge Mütter sei es wichtig, auch ein Angebot dazwischen zu haben. Außerdem sind sich alle vier einig: Die Landfrauen dürfen nicht aussterben.

Für das erste Treffen erhoffen sich Winkler und ihr Team 80 bis 100 Frauen, die daran teilnehmen. Danach sollen die Treffen je nach Angebot kleiner ausfallen. Jeder kann zu den Terminen kommen, die ihn interessieren.

Außerdem muss man dafür kein Mitglied werden, so Winkler. Für die unterschiedlichen Programmpunkte wie Adeventskranzbasteln werden immer wieder neue Referenten angesprochen. „Das dürfen auch Männer sein, da sind wir nicht so“, sagt Winkler und lacht.

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