Brand Dachwohnung in Dettingen brennt aus

Dettingen / Klaus-Dieter Kirschner 16.05.2013
Beträchtlicher Schaden entstand am Mittwochabend bei einem Brand in einer Dachgeschoss-Wohnung in Dettingen. Wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung wurde ein Hausbewohner im Krankenhaus Heidenheim aufgenommen.

Um 19.36 Uhr waren am Mittwochabend die Feuerwehren aus Dettingen und Gerstetten wegen eines brennenden Ölofens alarmiert worden. Schon auf der Anfahrt sahen die Feuerwehrleute starken Rauch und auch offenes Feuer. Insgesamt waren Minuten nach dem Alarm 30 Brandbekämpfer mit sechs Fahrzeugen versammelt. Später kam der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Heidenheim dazu.

Hauptkommandant Michael Zimmermann leitete den aufgrund der Örtlichkeit schwierig zu nennenden Einsatz. Trupps unter Atemschutz stürmten zur Brandbekämpfung in die Dachgeschoss-Wohnung: Ihnen kam im Treppenhaus ein mächtiger Hitzeschwall entgegen. Wild loderten die Flammen auf der Gebäuderückseite aus einer Dachgaube. Es gelang binnen einer halben Stunde den intensiven Wohnungsbrand mit Wasser aus drei Rohren unter Kontrolle zu bringen. Das vorbereitete Wenderohr der Drehleiter musste daher nicht auch noch eingesetzt werden.

Wertvolle Dienste leistete die Drehleiter aber bei der Suche nach Glutnestern unter der Dachhaut. Mit entsprechender Höhensicherung hatte ein Feuerwehrmann Dachplatten zu entfernen. Im Gebäude zeigte die Wärmebildkamera, wo die Hitzekonzentration immer noch am Stärksten war. Da die Zimmerdecke aus Stroh- und Füllstoffen bestand, mussten hier Aufbrucharbeiten vorgenommen werden, um Glutnester ablöschen zu können.

Die Helfer-vor-Ort-Gruppe vom Roten Kreuz Dettingen mit vier Kräftedn sowie die Besatzung eines Rettungswagens waren vor Ort und betreuten einen Mann, der etwas zu viel Rauch geschluckt hatte.

Etwa zwei Stunden nach dem Alarm war „Feuer schwarz“ gemeldet worden. Erste Kräfte wurden aus dem Einsatzgeschehen herausgelöst und bis gegen Mitternacht die Dettinger Wehr zur Brandwache eingeteilt. Die anschließenden drei Stunden war eine kleine Mannschaft der Feuerwehr Heuchlingen vor Ort. Sie unternahm Kontrollgänge und musste keine Nachlöscharbeiten mehr aufnehmen.

Brandursächlich soll eine Verpuffung in einem Ölofen gewesen sein, der an dem Abend bereits in Betrieb gewesen ist. Das jedenfalls schilderte der Geschädigte gegenüber Polizei und Feuerwehrleuten. Nach ersten Schätzungen liegt der Brandschaden bei 100 000 Euro. Die genaue Brandursache will die Polizei noch herausfinden.

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