Denkmal Burgverlies in Katzenstein öffnet erstmals seine Türen

Das Burgverlies unter der Burg Katzenstein wird am kommenden Sonntag zum ersten Mal geöffnet. Wo einst die Gefangenen auf ihr Urteil warteten, hängen heute noch die Handfesseln von den Wänden.
Das Burgverlies unter der Burg Katzenstein wird am kommenden Sonntag zum ersten Mal geöffnet. Wo einst die Gefangenen auf ihr Urteil warteten, hängen heute noch die Handfesseln von den Wänden.
03.09.2013
Am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 8. September, öffnet die Burg Katzenstein erstmals das Burgverlies im Bergfried - dann können Besucher den rund sechs Quadratmeter großen Raum besichtigen.

Im Mittelalter war es eher unüblich, Verbrecher mit einer Haft zu bestrafen. Ins Gefängnis wanderte man nur für die Zeit bis zur Verurteilung. Über einen längeren Zeitraum wurden nur Geiseln inhaftiert. Diese konnten als Faustpfand für den Frieden zwischen zwei Kriegsparteien dienen oder es handelte sich um vermögende Adlige, die gefangengesetzt wurden, um sie gegen ein Lösegeld auszutauschen.

Am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 8. September, öffnet die mittelalterliche Burg Katzenstein zum ersten Mal das circa sechs Quadratmeter große Liegeverlies unter dem Bergfried, das nur durch eine schmale Treppe im Erdgeschoss zugänglich ist. Noch heute hängen dort Handfesseln von den Wänden. Dort warteten einst die Angeklagten auf ihren Prozess und die Verurteilten auf die Vollstreckung ihrer Strafe.

Sonderführungen in das dunkle Gewölbe zeigen den Besuchern am Tag des offenen Denkmals die Welt der mittelalterlichen Gefängnisse und das damalige Rechtssystem. Die Führungen finden jeweils um 11, 13, 14 und 15 Uhr statt.