Gerstetten Breitbandausbau: schnelles Internet für Gerstetten

Wolfgang Fahrian, Willibald Fritz, und Jürgen Kurz von der Telekom nehmen mit Roland Polaschek (v. links) das neue Breitbandnetz in Betrieb.
Wolfgang Fahrian, Willibald Fritz, und Jürgen Kurz von der Telekom nehmen mit Roland Polaschek (v. links) das neue Breitbandnetz in Betrieb. © Foto: Patrick Vetter
Gerstetten / Patrick Vetter 15.06.2018
Im Hauptort können 2400 Haushalte ab sofort mit höherer Geschwindigkeit surfen.

Der Hauptort ist angeschlossen. Am Mittwoch wurden die 21 Kabelverzweiger, die die Telekom mit Glasfaserkabeln angefahren hatte, offiziell in Betrieb genommen. Damit können jetzt in fast ganz Gerstetten in 2400 Haushalten Download-Geschwindigkeiten von 50 bis 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden.

Nur in fast ganz Gerstetten, weil es einen Teil des Ortes gibt, in dem die Telekom nicht ausbauen durfte. In diesem sogenannten Nahbereich hat SDT Net AG Vorrang. Diese Regelung der Bundesnetzagentur sorgte auch bei Bürgermeister Roland Polaschek für Unverständnis. Die SDT Net sei laut der Gemeinde aber an der Arbeit, auch in ihrem Bereich Download-Geschwindigkeiten von über 50 Mbit/s zu ermöglichen.

Polaschek sei der Telekom dankbar für den Ausbau des Breitbandnetzes, da die selbe Maßnahme im Eigenausbau die Gemeinde knapp 1,5 Millionen Euro gekostet hätte, wovon sie eine Million Euro aus eigener Tasche hätte bezahlen müssen. Die Telekom habe „einen hohen sechsstelligen Betrag“ für den Ausbau in die Hand genommen, so Wolfgang Fahrian, Ansprechpartner für die Gemeinde bei der Telekom.

Die Telekom setzt auf die Methode, Glasfaser bis zu den Kabelverzweigern im Ort zu legen. Dort werden die optischen Signale aus den Glasfaserleitungen wieder in elektrische umgewandelt, denn auf der sogenannten letzten Meile vom Verzweiger zu den Haushalten liegen nach wie vor Kupferkabel. Die Datenübertragung durch diese Kupferleitungen sei durch das Vectoring der Telekom verbessert worden, so Fahrian. Die Bandbreiten der übertragbaren Daten würden durch Super-Vectoring auch in Gerstetten in naher Zukunft auf bis zu 250 Mbit/s Download-Geschwindigkeit erhöht.

Dass das Vectoring nur eine kurzfristige Lösung ist, das sei auch der Telekom klar, doch „in den nächsten fünf bis zehn Jahren ist das für unsere Bürger die richtige Lösung“, so Polaschek. Mittelfristig werde versucht, Glasfaser bis an die Privatgrundstücke zu legen.

Wer die neue Internetgeschwindigkeit nutzen möchte, muss einen neuen Vertrag mit der Telekom abschließen. Informationen dazu gibt es bei dem Anbieter direkt.

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