Bolheim Hausmeister findet 50 Jahre alte Flaschenpost

Bolheim / Elena Kretschmer 14.06.2018
Bernd Lukschanderl hat bei Umbauarbeiten an der Buchfeld-Grundschule in Bolheim einen interessanten Fund gemacht: Eine alte Flasche mit einer Notiz aus dem Jahr 1967.

Ich hab' da was fürs Herzle“, waren die Worte, mit denen Hausmeister Bernd Lukschanderl kurz vor den Pfingstferien Schulleiterin Ariane Fröhle sein Fundstück überreichte. Der 46-Jährige hatte bei Umbaumaßnahmen in der Aula der Buchfeld-Grundschule eine Flaschenpost gefunden. „Ich habe mich einfach gefreut. Sowas findet man nicht alle Tage“, sagt er begeistert, während er die alte Überkinger-Flasche durch seine Hände gleiten lässt und sie noch einmal genau betrachtet.

Der Inhalt der Flasche

In ihrem Inneren steckt ein schon leicht vergilbter Zettel, feinsäuberlich zusammengerollt und mit einem roten Plastikbändel verschnürt. Die Botschaft auf dem Papierstück vom 3. Dezember 1967 ist an sich gar keine. Vielmehr gibt sie Aufschluss darüber, wer damals am Schulhausneubau beteiligt war oder vielmehr, wer die gesamten Schreiner- und Ausbauarbeiten ausgeführt hat: Die Schreinerei Alfred Benz in Bolheim, genauer gesagt die fünf Gesellen Heinz Fiedler, Nikolaus Winter, Manfred Benz, Eduard Kräsle und Berdhold Kärcher. Sogar gestempelt wurde das kleine Schriftstück.

Die Fundstelle befindet sich in der Aula gegenüber einer Fensterwand. Lukschanderl deutet darauf und erklärt: „Hier stand vorher eine Glasvitrine, die unten gemauert war.“ Fröhle ergänzt: „Wir mussten sie aus Brandschutzgründen abbauen.“ Und als das Bauhof-Team und der Hausmeister den gemauerten Teil aufrissen, kam in dem Hohlraum die Flaschenpost zum Vorschein. „Ich finde das gigantisch, dass man das früher so gemacht hat. Das ist ein schönes Andenken aus der Vergangenheit“, so Lukschanderl.

Herzerwärmende Abwechslung

Auch die Schulleiterin ist begeistert, weil der „Hüter der Schule“ das Vermächtnis der Erbauer gefunden hat: „Das waren ja sozusagen seine Vorgänger. Ihnen ist es zu verdanken, dass wir täglich hier reinlaufen können.“ Und eine herzerwärmende Abwechslung zum Alltagsgeschäft sei der Fund ebenfalls gewesen.

Nun erhoffen sich Fröhle und Lukschanderl, dass sich einer der Erbauer oder deren Nachfahren bei ihnen melden. Außerdem brauche man eine Baumaßnahme, denn „wir wollen einen Brief und vielleicht ein Foto von uns dazutun und die Flasche dann wieder einmauern“, so Fröhle. Auch das werde sich ergeben.

Hinweise zu den beteiligten Erbauern werden unter Tel. 07321.347-323 entgegen genommen.

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