Ökologie Bio-Musterregion: Der Landkreis Heidenheim will zum Öko-Vorbild werden

Ökolandbau soll weiter gefördert werden. Deshalb hat sich der Landkreis um den Titel Bio-Musterregion beworben.
Ökolandbau soll weiter gefördert werden. Deshalb hat sich der Landkreis um den Titel Bio-Musterregion beworben. © Foto: Archiv, jb
Kreis Heidenheim / hz 12.12.2017
Der Landkreis Heidenheim und fünf Nachbargemeinden haben sich beim Land beworben. Es geht um Fördergelder für mindestens drei Jahre.

Der Landkreis Heidenheim sowie fünf angrenzende Städte und Gemeinden des Ostalbkreises haben sich um die Auszeichnung als Bio-Musterregion beworben.

In ganz Baden-Württemberg soll es insgesamt vier Bio-Musterregionen geben, in jedem Regierungsbezirk eine. Bereits Ende November hat das Landratsamt Heidenheim für den Landkreis Heidenheim offiziell einen Antrag zur Förderung als Bio-Musterregion im Regierungsbezirk Stuttgart eingereicht, und zwar beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Die geplante Musterregion soll den gesamten Landkreis Heidenheim sowie die fünf nördlich angrenzenden Städte und Gemeinden Bartholomä, Essingen, Heubach, Neresheim und Oberkochen im Ostalbkreis umfassen.

Landrat: beste Voraussetzungen

Mit dem Wettbewerb um diese Auszeichnung möchte das Land den Ökolandbau weiter stärken und die Wertschöpfung von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung weiter steigern.

Mit der Einführung von Bio-Musterregionen sollen Bereiche gefördert werden, die sich untereinander vernetzen und sich anhand ihrer Regionalkonzepte für „mehr Bio“ aus Baden-Württemberg einsetzen.

In einer intensiven Vorbereitung mit vielen Vertretern aus der gesamten Wertschöpfungskette von Bio-Lebensmitteln, Städten und Gemeinden sowie Anbauverbänden hat der Landkreis Heidenheim zusammen mit seinen Partnerkommunen ein Konzept erstellt.

Dieses umfasst zahlreiche aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu den Punkten Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung. „Wir haben im Landkreis Heidenheim beste Voraussetzungen, um Bio-Musterregion zu werden“, ist Landrat Thomas Reinhardt überzeugt.

Auf einer Fläche von insgesamt 37 500 Hektar betreiben 874 Betriebe Landwirtschaft. Der ökologische Landbau hat im Landkreis Heidenheim einen Flächenanteil von elf Prozent, in den fünf Kommunen im Ostalbkreis 2,5 Prozent.

Mit der Bio-Musterregion sollen die nach Auffassung des Landrats im Landkreis Heidenheim bereits gut entwickelten Strukturen im ökologischen Landbau und der Verarbeitung weiter gestärkt werden und gleichzeitig Impulse auf die Kommunen im Ostalbkreis entfalten. Als entscheidend wird dabei angesehen, Netzwerke und Kooperationen aufzubauen, die auch nach Ende der geförderten Projektphase von drei Jahren weiter bestehen.

75 Prozent Zuschuss

Ausgewählte Regionen werden vorbehaltlich der Zustimmung der EU und der Haushaltsmittel ernannt und können dann 2018 ihr Regionalmanagement aufbauen. Mit einem Zuschuss von 75 Prozent für eine Stelle und Sachkosten des Regionalmanagements unterstützt das Land jede Bio-Musterregion für mindestens drei Jahre.

Mit dem Konzept zur Bio-Musterregion, so der Landrat weiter, solle auch gezeigt werden, dass der Ökolandbau nicht in Konkurrenz zur konventionellen Landwirtschaft steht, „sondern eine Chance für alle Landwirte, Verarbeiter und letztlich auch für die ländliche Entwicklung darstellt“.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel