Musik Besinnlich, aber auch schwungvoll

Königsbronn / Holger Scheerer 22.12.2014
Zur traditionellen Weihnachtsfeier lud der Musikverein heuer nicht in die Ostalbhalle ein, sondern in die schmucke Hammerschmiede. Der Umzug brachte nicht zuletzt auch eine bessere Akustik mit sich, wovon sich die Gäste in der voll besetzten Halle beim Weihnachtskonzert überzeugen konnten.

Den Anfang machte der Vereinsnachwuchs. In der Blockflötengruppe unter der Leitung von Stefanie Beiswanger sind die Kleinsten versammelt. Sie hatten bekannte Weihnachtsmelodien einstudiert. Die etwas Größeren musizierten bereits unter der Leitung von Alfred Sutter im Blasorchester der Jugendgruppe.

Ganz aus dem Häuschen angesichts so vieler Kinder und Jugendlicher auf der Bühne geriet Ehrengast Dr. Josef Habelt vom Blasmusikverband Landkreis Heidenheim. In seiner Ansprache gab er zu, dass der demographische Faktor mittlerweile auch die Vereine im Landkreis erfasst habe. Einige Vereine gebe es, die bereits seit Jahren keinen Nachwuchs mehr verzeichneten. Dass dies in Königsbronn nicht so sei, schrieb Habelt vor allem der dortigen herausragenden Jugendarbeit zu.

Alle Hände voll zu tun hatte Vereinsvorsitzender Tobias Fink beim Verteilen der Geschenke im Rahmen der Ehrungen. Zunächst kamen die passiven Mitglieder an die Reihe. Es wurden geehrt für ihre langjährige Mitgliedschaft: Ingeborg Kniele (25 Jahre), Kornelia Bassler, Alfred Forner, Martina Wötzel (40 Jahre), Heinz Schwäble (50 Jahre) und Hugo Schürle (60 Jahre).

Habelt nahm als Vize-vorsitzender des Blasmusikverbands Baden-Württemberg und in dessen Namen die Ehrungen der aktiven Mitglieder vor. Für ihr langjähriges Musizieren wurden geehrt: Kathrin Flachmüller (10 Jahre), Jutta Bäurle, Cornelia Stegmayer, Susanne Wötzel, Joachim Wötzel (20 Jahre) und Thorsten Ehm (30 Jahre). Eine besondere Auszeichnung wurde Alfred Sutter zu teil für seine mittlerweile 20-jährige Dirigententätigkeit.

Sutter überraschte die Zuhörer mit seinem Blasorchester mit einem vielfältigem und abwechslungsreichen Programm. Und sorgte unter anderem mit der Champagner-Polka von Johann Strauß dafür, dass es nicht nur weihnachtlich und besinnlich, sondern auch recht schwungvoll auf und zu ging. Den Höhepunkt des Konzertes bildete ein Potpourri aus bekannten Weihnachtsliedern wie „Leise rieselt der Schnee“ und „O du fröhliche“, an dem sich nicht nur die Jugendgruppe, sondern auch das Publikum mit vereinten Kräften lautstark beteiligte.

Nicht fehlen durfte als Abschluss der Weihnachtsfeier der traditionelle Theaterschwank. Im Stück „Männerwirtschaft“ konnte das Publikum die aktiven Musiker von einer ganz anderen und humorigen Seite kennenlernen.