Sontheim/Brenz Bergenweiler Kindergarten ist jetzt Energie-Selbstversorger

Eine Solaranlage auf dem Dach macht den Kindergarten Pusteblume zum Energie-Selbstversorger. Bürgermeister Matthias Kraut und Kindergartenleiterin Sabine Mack freuen sich über die Idee von Stefan Lindenmayer (links), Firma Interfon.
Eine Solaranlage auf dem Dach macht den Kindergarten Pusteblume zum Energie-Selbstversorger. Bürgermeister Matthias Kraut und Kindergartenleiterin Sabine Mack freuen sich über die Idee von Stefan Lindenmayer (links), Firma Interfon. © Foto: Markus Brandhuber
Sontheim/Brenz / Laura Strahl 12.06.2018
Als erstes Sontheimer Gemeindegebäude wird die Betreuungseinrichtung seit November mit Solarenergie vom eigenen Dach versorgt.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will – oder ein Experte in Sachen Sonnenenergie. Die Kinder im Bergenweiler Kindergarten Pusteblume jedenfalls sind auf dem besten Weg dahin: Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen beschäftigen sich die Kleinen intensiv mit der Sonne. So werden im Rahmen des Technolino-Programms und in Kooperation mit der Firma Röhm seit einigen Jahren Solarboote gebaut und zu Wasser gebracht.

Seit November nun hat die Solarenergie einen noch größeren Stellenwert in der Bergenweiler Betreuungseinrichtung: 20 Photovoltaikmodule auf dem Dach des Kindergartens machen selbigen zum Energie-Selbstversorger. „Seit November wurden 2500 Kilowattstunden Strom erzeugt“, bilanziert Stefan Lindenmayer, dessen Sontheimer Firma Interfon die Anlage installiert hat. „Davon hat der Kindergarten 1200 verbraucht.“ Es gibt also eine Überproduktion, die ins Stromnetz eingespeist werden kann – und bei der Gemeinde Sontheim/Brenz als Betreiberin der rund 10 000 Euro teuren PV-Anlage finanziell positiv zu Buche schlägt.

Folgen weitere Gebäude?

„Wenn der Gemeinderat zustimmt, könnte noch das ein oder andere Projekt folgen“, sagt Bürgermeister Matthias Kraut und meint damit die Installation von Solaranlagen auf weiteren gemeindeeigenen Gebäuden. Genau dies hatte Lindenmayer dem Gemeinderat bereits im April 2016 vorgeschlagen. So hatte er unter anderem Berechnungen für PV-Anlagen auf dem Rathaus- und Schuldach angestellt. Zunächst einmal, hieß es damals im Gremium, wolle man mit dem Kindergarten Pusteblume ein kleines Vorhaben umsetzen. Ein Pilot-Projekt sozusagen.

Als Versuchskaninchen fühlen sich Kinder und Erzieherinnen aber nicht: „Wir freuen uns, dass wir jetzt ein Solardach haben“, sagt Kindergartenleiterin Sabine Mack. Das Thema Solarenergie lasse sich dadurch noch besser veranschaulichen. Auch deshalb, weil durch ein Förderprogramm ein Display für den Kindergarten angeschafft werden konnte. Kindgerecht wird dort erklärt, wie viel Energie die Anlage am jeweiligen Tag produziert hat, wie hoch der Verbrauch ist, wie viel Öl dadurch eingespart werden konnte und wie viele Bäume gerettet werden konnten. Dadurch könne man sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, sagt Mack, zumindest mit den älteren Kindern.

Beim „Sonnentanz“ aber gibt es keine Altersbegrenzung. Von Klein bis Groß üben alle Kinder eifrig mit. Denn auch beim Kinderfest lautet das Thema: „Sommer, Sonne, Sonnenschein“.

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