Brauch Bei Sonnenschein den Mai begrüßt

Steinheim/Söhnstetten / Klaus-Dieter Kirschner 02.05.2013
Am Tag der Arbeit, dem 1. Mai, war die Arbeit längst getan. Die bunten Bänder an den Maibäumen flatterten im Wind und die Musikkapellen in Steinheim und Söhnstetten spielen unterhaltsam auf.

Nennenswerte Mai-Scherze gab es nach einem ersten Überblick in der Albuchgemeinde nicht. Dafür wurde in Söhnstetten getanzt und musiziert. Auf dem Rathausvorplatz in Steinheim wurde Sekt ausgeschenkt, bevor das Große Blasorchester unter Dirigent Norbert Hann dem Wonnemonat Mai ein Ständchen brachte und sich viel Applaus verdiente. Der Platz war in der Maiennacht von „Scherzen“ verschont geblieben und auch die Klopapierrollen und die Rasierschaum-Häufchen waren rar.

Traditionell eine große Feier begann Glockenschlag elf am 1. Mai auf dem Roten Platz in Söhnstetten. Vor über 200 Festbesuchern kam zeitweise die Sonne heraus. Bürgermeister Olaf Bernauer erinnerte in kurzer Rede daran, dass der 1. Mai als Tag der Arbeit begangen werde. Viele Menschen seien dankbar für ihren Arbeitsplatz. An so einem Tage aber dürfe man auch die nicht vergessen, die so gerne arbeiten würden, aber in Ermangelung eines Arbeitsplatzes dies nicht könnten.

Das Gemeindeoberhaupt dankte all jenen, die auch an diesem 1. Mai zu Füßen des Maibaums der Söhnstetter Feuerwehr ein Fest ausrichten und sogar an Speis und Trank gedacht hätten.

Während man in Heubach „wetterscheu“ war und in Erwartung von Regen das für den gleichen Tag terminierte „Open air der Blasmusik“ absagte, konnte trotz eher kühler Temperaturen auf dem Roten Platz in Söhnstetten der Musik gelauscht werden. Sowohl die Aktive Kapelle als auch die Jugendkapelle des Musikvereins „Schwäbische Trachtenkapelle“ gaben ein schönes Platzkonzert. Viel Beifall war der Lohn die musikalischen Darbietungen.

Dazwischen aber waren Mütter und Kinder aus dem Sportverein Söhnstetten aktiv und zeigten Tänze. Bei dem Tanz zum Auftakt waren Ameisen und eine Elfe im Wald unterwegs, wurden aber heftig gestört durch einen Sturm, der die Bäume hin- und herwiegen ließ. Von den Abgasen eines „stinkenden“ Autos fielen die Akteure alle in Ohnmacht. Wie in dem einen oder anderen Märchen gab es tatsächlich ein „happy end“. Und der kleine Junge auf seinem Bobbycar war ganz stolz auf seine Rolle im Zentrum dieser Darbietung. Man hatte an dem Auto einfach den Auspuff mit Laub zugestopft.

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