Bald Start für Umgestaltung der Molkereistraße in Nattheim

Erhält ein neues Aussehen: Die Molkereistraße in Nattheim wird saniert und umgestaltet.
Erhält ein neues Aussehen: Die Molkereistraße in Nattheim wird saniert und umgestaltet. © Foto: Foto: olv
Annika Sinnl 19.03.2012
Die Pläne liegen auf dem Tisch, der Gemeinderat hat in öffentlicher Sitzung zugestimmt: Die Umgestaltung der Molkereistraße in Nattheim kann angegangen werden. Nach einer Anliegerversammlung sollen die Ausschreibungen beginnen.

Neuer Fahrbahnbelag, eine Sitzgruppe, Bäume: Am Zustand und am Erscheinungsbild der Molkereistraße soll sich nun einiges ändern. Die Pläne dazu stellte das Niederstotzinger Ingenieurbüro G+H in der Gemeinderatssitzung vor. Das Gremium war überzeugt – und stimmte zu.

Was sich genau ändern soll an der Molkereistraße? „Wir werden den Fahrbahnbelag erneuern“, sagte Wolfgang Groll vom Planungsbüro. Zuvor jedoch müssen Unebenheiten im Unterbau der Straße ausgeglichen werden. An der Breite der rund 80 Meter langen Straße wird sich dabei nichts ändern.

Die wohl größere Neuerung: An der Molkereistraße wird es nach dem Umbau keine hohe Bordsteinkante mehr geben. Fahrbahn und Gehweg werden nahezu auf einer Höhe sein. Als sichtbare Abgrenzung von Straße zu Fußgängerweg dient ein in die Straße versenkter Granitbordstein und ein zweireihiges Granitpflaster, über das die Straße Richtung Gully entwässert wird.

Optisch wollen die Planer auch die Freiflächen rechts und links der Straße verschönern. Auf der Seite des künftigen Behindertenwohnheims wird ein kleiner Platz entstehen. Gegenüber ist eine kleine Grünfläche mit Sitzgruppe geplant. Zur Auflockerung sehen die Pläne auf beiden Seiten einen Baum vor.

„Durch die Gestaltung soll sich die Straße als Einheit von anderen abheben“, erläuterte Groll dem Gemeinderat. „Es wird kein zweiter Martinsplatz“, aber gestalterische Elemente könne man schon schaffen: „Auch, um zum Verweilen einzuladen.“

Günther Paschaweh (SPD und Unabhängige) verwies auf die Parkplatzsituation: „Es fällt dann Parkfläche weg“, sagte er. Bürgermeister Norbert Bereska aber machte darauf aufmerksam, dass 200 Meter weiter ein großer Parkplatz vorhanden sei.

Im Zuge der Umgestaltung wird auch ein Stück des Kanalnetzes saniert werden. Am östlichen Bauende sei ein Schacht defekt, der repariert werden müsse, erklärte Groll. Ein paar Meter Rohrnetz werde man ebenso sanieren.

Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 90 000 Euro. Bevor die Bagger anrücken, will die Gemeinde noch eine Anlieger-Versammlung abhalten. „Wir wollen die Bürger informieren, nichts über ihren Kopf hinweg entscheiden“, erklärt der stellvertretende Hauptamtsleiter Matthias Hauf. Und vielleicht wolle ja der eine oder andere gleich seine Einfahrt oder seinen Hof sanieren lassen.

Nach der Anlieger-Versammlung sollen die Arbeiten gemeinsam mit den Gewerken für die Umgestaltung des Ramensteinplatzes ausgeschrieben werden. Läuft alles nach Plan, könnte Ende Juni, Anfang Juli mit den Bauarbeiten begonnen werden.