Nachruf Archäologe Prof. Hans Ulrich Nuber ist tot

Als Ausgräber der Straßenstation in der Braike ermöglichte Prof. Dr. Hans Ulrich Nuber wertvolle Blicke in Sontheims römische Vergangenheit. Vor wenigen Tagen ist der bedeutende Archäologe gestorben.
Als Ausgräber der Straßenstation in der Braike ermöglichte Prof. Dr. Hans Ulrich Nuber wertvolle Blicke in Sontheims römische Vergangenheit. Vor wenigen Tagen ist der bedeutende Archäologe gestorben. © Foto: kdk
Sontheim/Brenz / Klaus Dammann 10.08.2014
Kaum hoch genug zu schätzen ist seine Bedeutung für die Erforschung der römischen Geschichte von Sontheim/Brenz: Prof. Dr. Hans Ulrich Nuber. Vor wenigen Tagen starb der Archäologe im Alter von 73 Jahren.

Der Name Nuber stand über Jahrzehnte für die Untersuchung der römischen Vergangenheit Sontheims. Als Leiter der Abteilung für Provinzialrömische Archäologie an der Universität Freiburg war er ab August 1982 für die Ausgrabung der römischen Straßenstation in der Braike in Sontheim verantwortlich. Aufsehenerregende Funde trugen zur Bekanntheit der Sontheimer Fundstätte bei.

Bei den über zwölf Jahre hinweg laufenden Grabungskampagnen entstanden auch viele Freundschaften mit Sontheimer Bürgern. Nuber pflegte diese stets und besuchte den Kreis Heidenheim und die Brenztalgemeinde immer wieder. So hielt er wissenschaftliche Vorträge unter anderem in Heidenheim 2006 sowie jüngst im Mai 2012 im Brenzer Schloss über den römischen Kaiser Caracalla.

Im Jahr 2005 verlieh die Gemeinde Sontheim Nuber aus Anlass seines 65. Geburtstags die Verdienstmedaille der Gemeinde in Gold als Ausdruck der Wertschätzung und Anerkennung seiner großen Leistungen.

Hans Ulrich Nuber wurde 1940 in Schwerin geboren und wuchs in Schwäbisch Gmünd auf. Später studierte er in Frankfurt Provinzialrömische Archäologie, Alte Geschichte, Klassische Archäologie und Vor- und Frühgeschichte. Zum Professor wurde Nuber 1972 ernannt. Die Freiburger Uni-Abteilung Provinzialrömische Archäologie leitete er in den Jahren von 1978 bis 2009.