Bildergalerie AKW: Rundgang durch das Rückbauzentrum

Das Atomkraftwerk Gundremmingen: Im Januar 2018 beginnt der Rückbau von Block B, im Januar 2022 der Rückbau von Block C (weiße Rundbauten im Bild rechts). Im Maschinenhaus des ehemaligen Block A (schwarzer Block links) findet die Dekontamination und Abwrackung der ausgedienten Teile statt - auch jetzt schon.
© Foto: Catrin Weykopf
Bevor Besucher das sogenannte Technologiezentrum in Block A betreten dürfen, muss Schutzleidung angelegt und ein Strahlenmessgerät an jeden Besucher ausgegeben werden.
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Blaue Anzüge, Helme, Handschuhe und ein Dosimeter in der Tasche: Der Rundgang beginnt.
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Nach der Sicherheitsschleuse befindet sich ein Bereich, im dem ausgediente Teile lagern. Schon jetzt werden in Block A alle Teile dekontaminiert und für den Schrott fertiggemacht, die aus den beiden noch laufenden Reaktoren ausgebaut werden.
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Es handelt sich um Teile, die zuvor in Säure- oder Laugenbädern eingelegt waren oder oberflächlich mechanisch gereinigt wurden.
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Teils in Wannen wie dieser werden Metall oder Edelstahlteile in Bädern mittels Säure dekontaminiert.
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Der weitere Rundgang führt zu großen Maschinen, in denen Stahlteile abgestrahlt werden.
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Zuvor wurden die ausgebauten Teile in handliche Stücke zerschnitten.
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Auf einem Schlitten wie diesem durchlaufen die Teile den Sand- oder Metallspahnstrahlprozess.
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Hinter einer Folie und in einem luftdichten Raum wurden die Teile zuvor mit Handmaschinen zerteilt oder anderweitig bearbeitet.
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In einer der Hallen des ehemaligen Maschinenhauses von Block A.
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An zahlreichen Maschinen zersägen oder bearbeiten Arbeiter in der großen Werkshalle des Technologiezentrums ausgebaute Teile.
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Überall befinden sich gestapelter Schrott oder gebrauchte Flüssigkeiten sowie Granulate in Fässern. Die bunten Fässer dienen in diesem Bereich nicht einer Endaufbewahrung, sondern dem Transport innerhalb der Werkshalle.
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Viele Teile durchlaufen zahlreiche Arbeitsgänge, bevor sie so weit dekontaminiert oder zerlegt sind, dass sie verschrottet oder endgalert werden können. Die größte Bandsäge, die im Einsatz ist, hat eine Schneidefläche von drei Metern.
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Ein Kran hebt die Fässer in der Werkshalle von einer Arbeitsstation zur anderen bzw. von einem Lagerplatz zum nächsten.
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Das Aufwendigste bzw. Komplizierteste beim späteren Rückbau wird nach Auskunft des Kraftwerksbetreibers sein, die logistischen Abläufe zu planen: Es darf nicht schneller rückgebaut werden als dekontaminiert werden kann. Zugleich darf es im Technologiezentrum keinen Leerlauf geben, weil im Kraftwerksinneren zu langsam rückgebaut wird.
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Ob Öle, andere Flüssigkeiten, Kabel oder Leuchtstoffröhren - im AKW muss jeder Abfall, der aus den laufenden Reaktoren und deren Zusatzsystemen ausgebaut wird, das Technologiezentrum und die abschließende Strahlenmessung durchlaufen.
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Jedes Teil, das den Prozess durchläuft, muss dokumentiert werden, hat quasi seine eigene Zerlegegeschichte.
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Bei den Transportfässern, die ausschließlich in den Werkshallen verwendet werden und diese nicht verlassen dürfen, handelt es sich vielfach um ehemalige Saftfässer.
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Aktuell arbeiten im Bereich Rückbau im Technologiezentrum 30 Mitarbeiter. Diese Zahl soll sich nicht ändern, wenn es an den Rückbau von Block B und C geht.
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Insgesamt geht man im Kraftwerk generell nicht davon aus, bisherige Abläufe in gravierender Form ändern zu müssen - es sei lediglich ein "Upscaling" des Umfangs der zu bearbeitenden Teile notwendig, so der Kraftwerksbetreiber.
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Generell wird bei der Dekontamination unterschieden zwischen Teilen, die oberflächlich kontaminiert sind und solchen, die aktiviert sind, also infolge des jahrelangen Beschuss' mit Neutronen selbst zu strahlen begonnen haben.
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Teile, die oberflächlich kontaminiert sind, können mechanisch oder chemisch gereinigt werden. Sie kommen anschließend auf den regulären Schrott. Aktivierte Teile dagegen können nicht vollständig dekontaminiert werden und müssen endgelagert werden.
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Um Harze, Filterkonzentrate oder Filtereinsätze zu entsorgen, werden diese gepresst und in Fässer verpackt.
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Lange ist die Arbeit an dieser Pressstation nicht erlaubt - auch weil es im Inneren der Kammer mit über 30 Grad Celsius sehr heiß ist.
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Außerdem ist Gehöschutz empfohlen.
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Rechts der Bereich, in dem die Fässer verschlossen werden, links die fertigen Fässer.
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Bereit zur Abholung: Der Inhalt dieser Fässer darf nicht auf den Schrott.
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Sie gelten als schwach radioaktiv und kommen in ein Zwischenlager - in Bayern ist dies Mitterteich. Für den späteren Rückbau der Blöcke B und C hofft man auf die baldige Zulassung von Schacht Konrad als Endlager für schwach radioaktiv strahlendes Material.
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Fässer, die stärker strahlendes Material beinhalten, sehen anders aus und werden auch anders gehandhabt. In speziellen Strahlenschutzbehältern vom Typ Mosaik bedarf ihr Inhalt zudem der Abschirmung durch Bleiplatten.
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Beim Rückbau der beiden Blöcke B und C geht der Gundremminger Kraftwerksbetreiber von einer Rückbaumasse von 90.000 Tonnen Material aus.
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Rund 12.000 Tonnen davon sind der Planung nach radioaktiv belastet.
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Im Laufe der zahlreichen Arbeitsschritte wird immer wieder gemessen, ob die zulässigen Grenzwerte bereits erreicht sind, oder ob weiter dekonatminiert werden muss.
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Die Laugestation, in der ebenfalls Teile oberflächlich gereinigt werden können.
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Zu den festen Abfallstoffen, die im AKW anfallen gehört auch dekontaminierte Kleidung. Bevor die Arbeiter den kontrollierten Bereich verlassen dürfen, durchlaufen sie eine Strahlenmess-Schleuse. Dort wird gemessen, ob und an welcher Stelle ein Schutzanzug kontaminiert wurde.
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Es ist nicht nur Metall, das im AKW als Müll anfällt. Auch Schläuche, Leitungen, Harze, Schlämme, oder Filterkonzentrate fallen an, müssen dekontaminiert und entsorgt werden.
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In dieser Halle neben dem Rückbauzentrum werden sich bald schon Schrottteile stapeln: Nach der finalen Messung des dekontaminierten Schrotts soll dieser hier gelagert werden, bevor er abgeholt wird. Die erlaubte Dosis, die freigegebene Teile maximal haben dürfen, beträgt 10 Mikrosievert pro Jahr. Dieser Wert gilt dem deutschen Atomgesetz nach als als vernachlässigbar. Schrott, der diesen Wert unterschreitet, darf in Deutschland auch wiederverwertet werden - in Frankreich ist dies hingegen verboten.
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16. Mai 2016, 00:00 Uhr
Atom

AKW Gundremmingen: Hinter den Kulissen des Rückbau-Zentrums

Ab Januar 2018 beginnt der Rückbau von Block B in Gundremmingen. Schon jetzt werden im Kraftwerk dekontaminierte Teile behandelt und entsorgt. Ein Rundgang in Bildern durch das Rückbauzentrum: