Requiem Abt Norbert Stoffels auf dem Klosterfriedhof beigesetzt

Neresheim / Klaus-Dieter Kirschner 02.05.2013
Unter dem Geläut aller Glocken wurde amSonntag am Ende eines zweieinhalbstündigen Requiems Abt Norbert Stoffels auf dem Klosterfriedhof neben der Abtei Neresheim zur letzten Ruhe gebettet.
Mehr als 800 Trauergäste füllten die Abteikirche bis auf den letzten Platz, als Bischof Gebhard Fürst, der Konvent und Abtpräses Dr. Albert Schmidt (Beuron) in die mit weißen Chrysanthemen geschmückte Klosterkirche einzogen. Vor dem Hochaltar stand der schlichte Sarg Norbert Stoffels, geschmückt mit der Mitra und dem umgekehrt aufgelegten Hirtenstab. Die Krumme, die zur Gemeinde zeigte, war Sinnbild für das erloschene Leben eines hohen und äußerst beliebten Würdenträgers.

Mit Tränen erstickter, kaum noch verstehbarer Stimme verabschiedete sich Aalens Landrat Klaus Pavel „von meinem lieben Freund und unser aller Vater Abt“. Für Pavel ist Stoffels, der beinahe 35 Jahre der Abtei vorstand, „ihr zweiter Baumeister“.

Der Knabenchor der Abtei unter Leitung von Prior-Administrator Albert Knebel umrahmte das Requiem, bei dem weniger die Trauer und der Abschiedsschmerz denn die Auferstehungshoffnung überwog.

Dr. Gebhard Fürst hielt einen sehr persönlichen Nachruf und zeichnete ein Bild eines sehr liebenswürdigen Verstorbenen. Abtpräses Albert Schmidt betonte in seiner Predigt, dass er beim „Googlen“ 80 800 Einträge hinter dem Namen Norbert Stoffels gefunden habe. Und doch, so der Benediktiner „wissen wir oft wenig von dem Menschen, mit dem wir leben“. Norbert Stoffels war ein Mensch, der unheimlich viel gewusst habe.

Bürgermeister Gerd Dannenmann hielt für die Stadt Neresheim den Nachruf, während Albert Knebel als derzeitiger Klostervorsteher „von der großen Lücke“ sprach, die Norbert Stoffels hinterlässt: „Er ist nun befreit von seinem schweren Leiden, das er dreieinhalb Jahre durchmachte: Wir trösten uns damit, dass es ein neues Leben bei Gott gibt, ohne Schmerzen und ohne Trauer.“ Knebel dankte den Ärzten und den Pflegekräften im Stuttgarter Marienhospital, die hingebungsvoll sich um den Schwerstkranken gekümmert hatten.
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