Königsbronn / Carolin Wöhrle Die Aalener Abrissfirma wird ihre Arbeiten in Königsbronn erst am 3. September fortsetzen. Der Grund: Handwerker- und Betriebsferien.

Erst am vergangenen Freitag war es nach monatelangem Warten in Königsbronns Ortsmitte losgegangen. Jetzt die Nachricht: Die Abrissarbeiten an der Klosterbrauerei werden erst am 3. September fortgesetzt. Grund dafür sind die nun anstehenden Handwerker- bzw. Betriebsferien.

Beim Landratsamt kann man damit gut leben, weil zumindest die drei Kamine in den vergangenen Tagen abgerissen worden sind. „Das war uns besonders wichtig“, erklärt Georg Feth, Dezernent für Sicherheit und Ordnung. „Aus Sicherheitsgründen wollten wir die beiden Schornsteine unbedingt vor der Sommerpause weg haben, damit bei schweren Gewittern keine Einsturzgefahr besteht.“

Schornsteine waren marode

Wolfgang Roske von der Nestler System Ingenieur GmbH betreut als Projektmanager die Abrissarbeiten vor Ort. Er weiß genau, warum der Abriss der Kamine so wichtig war: „Die Schornsteine waren derart marode, dass nicht einmal Schutzgerüste angebracht werden konnten.“

Nach dem monatelangen Stillstand auf der Baustelle droht dem Aalener Abrissunternehmen jetzt ein Zwangsgeld.

Stattdessen wurden sie von den Arbeitern händisch und Stein für Stein abgetragen. „Das wurde die ersten zwei bis drei Meter so gemacht, wobei der Kamin selbst als Abwurfschacht gedient hat“, erklärt Roske weiter. „Die letzten 14 Meter waren dann in Reichweite des Baggers und konnten mit der Maschine abgerissen werden.“ Wie lange es im September dann noch dauern wird, bis die komplette Brauerei verschwunden ist, ist laut Roske schwer zu sagen. „Es kommt darauf an, wie schnell die Firma hier arbeiten kann.“ In jedem Fall müsse zuerst der Rest des Gebäudes entkernt und kontaminiertes Material entfernt werden.

Am Freitagnachmittag hat der Abriss der Königsbronner Klosterbrauerei begonnen. Mit dem kleineren Schornstein geht es los.

Dass es wegen einer möglichen Staubentwicklung nun auch von Vorteil sein könnte, wenn die Arbeiten während der größten Hitze und Trockenheit ruhen, verneint Roske. In solchen Fällen würden bei Abrissbaustellen spezielle Wassersysteme zum Einsatz kommen mit entkalktem Wasser, das den Staub binden kann.

Nestler System Ingenieur GmbH

Schon beim Abriss der Waldhorn-Brauerei in Heidenheim war Wolfgang Roske (für das Frankfurter Ingenieurbüro Vössing) als Projektmanager beteiligt.

Die Nestler System Ingenieur GmbH kümmert sich um die Bauplanung, Bauleitung und Bauüberwachung bei Bauprojekten im In- und Ausland.

Unter anderem betreut das Unternehmen derzeit den Neubau des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen.