Steinheim „Man lernt bis zum letzten Atemzug“

Mit 84 Jahren hat Margot Musselmann ihr erstes Buch herausgegeben – mit eigenen Illustrationen.
Mit 84 Jahren hat Margot Musselmann ihr erstes Buch herausgegeben – mit eigenen Illustrationen. © Foto: Siglinde Broich-Bernt
Steinheim / Siglinde Broich-Bernt 22.06.2018
Die 84-jährige Margot Musselmann hat Texte und Illustrationen zu Papier gebracht.

Tatenlos sieht man Margot Musselmann wohl nie. Sie modelliert, kreiert, zeichnet, malt, entwirft, dichtet, schreibt. Jetzt hat die 84-Jährige ihr erstes Buch herausgebracht. Titel: „Meine Spuren“.

Mit ihren Gemälden wagt sich die gebürtige Bonnerin seit 1978 an die Öffentlichkeit. „Meine Arbeiten fanden nicht nur Anklang, sondern auch Käufer“, sagt Margot Musselmann nicht ohne Stolz und fügt an: „Ich bin dankbar für meine Begabungen.“ Die hatte man bei der jungen Margot zwar früh entdeckt, doch Kunst durfte sie dennoch nicht studieren; vielmehr führte sie der Beruf in den medizinisch-technischen Bereich. Ihre künstlerischen Ambitionen vernachlässigte sie nie. Nicht in ihrer Heimatstadt, nicht im Rheinland, nicht in Baden-Württemberg und erst recht nicht in Steinheim am Albuch, wo die Familie 1973 heimisch geworden ist.

Musselmann bezeichnet sich gerne als „Autodidaktin“, ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und vertritt die Ansicht: „Man lernt bis zum letzten Atemzug.“ Sie legt bei allem, was sie anpackt, Disziplin an den Tag, lebt das, was sie sagt: „Man sollte sich nie gehen lassen.“

70 Seiten in kleiner Auflage

Geschichten und Gedichte schreibe sie seit vielen Jahren, „die meisten jedoch leider nur in Gedanken“. Schließlich hat die 84-Jährige Nägel mit Köpfen gemacht, brachte viele kleine Erlebnisse und Empfindungen zu Papier, suchte – passend zu ihren Texten – eigene Illustrationen und Zeichnungen aus. Erschienen ist das knapp 70 Seiten starke Buch im Amthor Verlag Heidenheim, in kleiner, bescheidener Auflage. Der Wunsch, auf diese Weise Spuren zu hinterlassen, ist zwar lange in ihr gereift, ausschlaggebend sei das Bedürfnis gewesen, „andere Menschen zu motivieren, es mir gleichzutun und zu schreiben“.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel