Sturm V "Hex, hex, hex"

Niederstotzingen / JOELLE REIMER 27.02.2014
Die Stotzinger Hexen eroberten am Donnerstagnachmittag den Rathausplatz im Sturm. Bürgermeister Gerhard Kieninger erhielt von den Hexen dabei zum 25-jährigen Dienstjubiläum ein ganz besonderes Geschenk.
Pünktlich um 17.30 Uhr stürmten die Stotzinger Hexen am Donnerstagnachmittag auf den bunt geschmückten Rathausplatz. „Stotzinger Hex, Stotzinger Hex Hex, Stotzinger Hex Hex Hex“, schallte es über dem Platz, und die zahlreichen Zuschauer ließen sich gerne von der guten Laune anstecken.

Natürlich durfte auch die Rede der Hexen nicht fehlen – Bürgermeister Gerhard Kieninger trat aus dem Hexenhäuschen und nahm an dem aufgebauten Schreibtisch Platz. Denn zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum ließen ihn die Hexen „das sein, was er ist – unser Bürgermeister.“ Aber ganz ungeschoren kam er dann doch nicht davon. „Schultes, du sagst heut au nemme: unsra schöna Hoimat – des heißt jetzt: a Place you must see!“, diesen und weitere Sprüche ließ Kieninger sich beispielsweise gefallen.

"Hex, hex, hex"

„Damals vor 25 Jahren, als du dich als Bürgermeister beworben hast, war es dir auch gleich klar, dass die Stadt eine Perle ist“, sagten die Hexen passend zu Kieningers Dienstjubiläum. Zu diesem Anlass hatten sie gar ein kleines Geschenk für den Bürgermeister mit dabei – eine Perle als Dekoration für den Schreibtisch. Die Hexen waren der Meinung, dass der Bürgermeister eigentlich noch etwas zahlen müsse dafür, dass er im Rathaus schaffen darf – „des isch nämlich koi Arbeit, des isch a Privileg, dass du für diese Perla schaffa darfsch“, sagten sie und zeigten auf die Zuschauer.

Die Frauen kamen bei der Rede ebenfalls nicht zu kurz, so kamen unter anderem die Mitarbeiterinnen im Rathaus zur Sprache: „Gerhard, was tätest du ohne deine viele Frauen im Rathaus machen?“ Bürgermeister Kieninger war um keine Antwort verlegen: „Dann hätte ich meine Ruhe“, sagte er spaßeshalber.

Passend zum Thema Frauen und voller Tatendrang holten die Hexen dann sogar ein eigens gefertigtes Schild für einen Frauenparkplatz am Rathaus hervor und wollten es sogleich noch anbringen. „Des dend mir doch gleich ganz unbürokratisch erledigen“, sagten die Hexen mit einem Augenzwinkern.

Auch die neuen Parkordner im Archäopark und das Friedhofsgängle in Oberstotzingen wurden auf die Schippe genommen. Für das Rathaus forderten die Stotzinger Hexen sogar, dass der Bürgermeister doch gleich seine Spezialität, den „Kieni Kreisel“, einführen könne. „Dau woiß grad eh keiner mehr, an welche Tür ma klopfa muss, weil nirgends Namensschilder dra sind“, so die Hexen.

Weiter ging es mit einem Antrag auf Stromanschlüsse bei der Neugestaltung des Bahnhofsplatzes – für E-Bikes, Elektroautos und für die Elektro-Besen der Hexen. „Des wär a Service, und ma könnt gleich mit ma Stromautomat Geld verdiena – jetzt wo wir eigene Stadtwerke haben, kann das doch gar kein Problem sein.“

Neben den Stotzinger Hexen waren auch die Sparawaldgoischdr vertreten und selbst einige Herren aus Wernau schauten vorbei. Hinterher zog die ganze Faschingstruppe noch weiter nach Stetten ins Rittergut und ließ die Party dort ausklingen.
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