Ochsenberg/Itzelberg / Hartmut Pflanz Am Freitag ist der Auftakt zur baden-württembergischen Meisterschaft der Waldarbeiter auf dem ehemaligen Nasslagerplatz in Ochsenberg.

Motorsägenlärm, fliegende Holzspäne und Waldarbeiter in voller Aktion versprechen am Wochenende in Itzelberg und Ochsenberg die baden-württembergischen Waldarbeitermeisterschaften. Mehr als 70 Profis greifen bei den Meisterschaften zu den Motorsägen.

Vertreten sind laut Wolfgang Junglas, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Waldarbeitermeisterschaft Baden-Württemberg, 40 Profis aus Baden-Württemberg und mehr als 30 aus dem Rest Deutschlands. Darunter sind Weltmeister Marco Trabert aus Bayern, und der U-24-Weltmeister Thomas Schneider aus Baden-Württemberg sowie die gesamte deutsche Nationalmannschaft.

Bildergalerie Wettkampf der Forstleute in Ochsenberg

Bereits um 9.30 Uhr beginnen am Freitag, 12. April, die Wettkämpfe mit der Königsdisziplin, dem Zielbaumfällen auf dem ehemaligen Nasslagerplatz in Ochsenberg. Am Samstag beginnen um 8.30 Uhr auch in Itzelberg beim Forstlichen Bildungszentrum die Wettkämpfe in den Disziplinen Sägekettenmontage, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt und Stammentastung. Ab 20 Uhr startet die Holzer-Party im Festzelt. Ab 9 Uhr werden am Sonntag die Wettbewerbe auf den Parcours fortgesetzt.

Das Finale der Astung auf dem Wettbewerbsplatz beim Forstlichen Bildungszentrum beginnt um 15 Uhr, gegen 16 Uhr findet die Siegerehrung im Festzelt statt.

Bei der Zielbaumfällung wird in 12 Meter Entfernung vom zu fällenden Baum ein Zielstab eingeschlagen. Der Wettbewerber muss in höchsten fünf Minuten den Baum so genau fällen, dass der Zielpflock getroffen wird. Beim Kombinationsschnitt schneiden die Wettbewerber von zwei aufgebockten Stämmen je eine drei bis acht Zentimeter dicke Scheibe ab. Die erste Hälfte wird von unten, die zweite von oben geschnitten.

Eine weitere Herausforderung ist der Präzisionsschnitt, bei dem auch zwei Scheiben mit drei bis acht Zentimetern Dicke von zwei Stämmen, die auf einem Brett liegen, abgeschnitten werden, ohne dass das Brett verletzt wird. In möglichst kurzer Zeit sind beim Entasten eines Stammes 30 Äste von einem Baum zu entfernen, ohne dass dieser beschädigt wird oder Stummel der Äste stehen bleiben. Außerdem muss jeder Teilnehmer bei der Sägekettenmontage an seiner Motorsäge möglichst schnell einen Kettenwechsel vornehmen und dabei die Schiene wenden.

Das Festzelt ist an beiden Tagen bewirtschaftet. Zusätzliches Beiprogramm ist am Sonntag die „offene Schule“, in der erklärt wird, wie man Forstwirt wird. Außerdem gibt es das Kinderprogramm „Wald erleben“. Es gibt Infostände für Waldbesitzende und die untere Forstbehörde Heidenheim und das Forstliche Bildungszentrum bieten Beratungen an. Ausreichend Parkmöglichkeiten gibt es in Ochsenberg und Itzelberg in unmittelbarer Nähe der Wettbewerbsplätze.