Bahn 30. Bahnhofhocketse war ein absoluter Volltreffer

Neresheim / Klaus-Dieter Kirschner 15.08.2016
Zu einem Höhepunkt in den Sommerferien wurde am Wochenende das 30. Bahnhofsfest des Härtsfeld-Museumsbahnvereins.

Weit über 1000 Besucher folgten bei prächtigem Wetter der Einladung aufs Härtsfeld. Auf dem Gelände neben der „Centralstation“ in Neresheim gaben sich die Oldtimerfreunde ein Stelldichein und führten ihre alten Fahrzeuge vor. Alte Motorräder waren ebenso dabei wie ein Kranwagen oder jener 1955 bei Auwärter zusammengeschraubte Reisebus, den viele Volksmusikfreunde aus der Fernsehsendung „Straße der Lieder“ kannten. Der 26-Sitzer schaffte mit seinen 132 PS immerhin 97 Stundenkilometer. Doch dürfte dieses Fahrzeug wohl nie ausgefahren worden sein.

Stark vertreten waren die Bulldog- und Schlepperfreunde Härtsfeld aus dem benachbarten Frickingen mit ihren Oldtimern einschließlich der mobilen Holzsäge. Zahlreich auch die Aussteller aus dem Ries und der Gegend um Dillingen, wo vor Jahrzehnten die Härtsfeldbahn endete. Beeindruckend waren die fein herausgeputzten Oldtimer aus Giengen.

Die Mitglieder des Härtsfeld-Museumsbahnvereins zeigten stolz ihren schienengebundenen Fuhrpark. Die Güterzuglok namens „Jumbo“, die 1954 auf der Härtsfeldbahn zu Testzwecken im Einsatz war, versah später in einem Steinbruchbetrieb in Finnland ihren Dienst und „säuft“ nun den „Gnadendiesel“ auf dem Härtsfeld. Das Schienenfahrzeug hat inzwischen im Bereich des Fahrstands ein neues Farbkleid erhalten. Und mit dem Wiederaufbau der Dampflok 11 aus dem Jahr 1913 geht es voran.

Wie die Großeltern oder Urgroßeltern reisten, erlebten alle mit, die mit dem Dampfzug die drei Kilometer bis zur Sägmühle im Egautal mitfuhren. Das „Dampfross“ zog 120 Jahre alte Reisezugwaggons. Auch eine Fahrt mit dem auch schon über 50 Jahre alten Schienenbus ließen sich viele nicht entgehen. Allerdings spuckte der nicht so viel Rußwolken wie die Dampflokomotive 12 aus. Eisenbahnfans aus dem Harz leisteten beim Wasserfassen ehrenamtliche Dienste.

Kinder hatten Spaß an einer Garteneisenbahn, bei der sie mitfahren konnten. Etwas weniger los war im Bahnhofsgebäude, in dem das Härtsfeldbahnmuseum untergebracht ist. Im Lokschuppen wurden die Gläser auf das Wohl der Retter der Schättere erhoben. Und wer genug gevespert hatte, fand an einem der Stände noch die eine oder andere Rarität für die Modelleisenbahn daheim.

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