Sontheim/Brenz 19 Senioren sind ins neue Seniorenzentrum eingezogen

Nicht nur der strahlende Sonnenschein sorgte bei der Einweihung des Sontheimer ASB-Heims für Gefallen. Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle lobte auch das Konzept.
Nicht nur der strahlende Sonnenschein sorgte bei der Einweihung des Sontheimer ASB-Heims für Gefallen. Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle lobte auch das Konzept. © Foto: Markus Brandhuber
Sontheim/Brenz / Von Laura Strahl 03.05.2018
Seit November läuft der Betrieb, jetzt wurde das neue Sontheimer ASB-Heim offiziell eingeweiht. Bis zum Sommer sollen dort auch Tagespflegeplätze angeboten werden.

Was in anderen Städten und Gemeinden im Landkreis Heidenheim - mit der Ausnahme Hermaringens - schon lange möglich ist, blieb Sontheimer Senioren noch bis vor kurzem verwehrt: die Betreuung in einem Seniorenzentrum am eigenen Wohnort. Mit dem Bau der „Hausgemeinschaften“ des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) hat sich das geändert. Seit November sind in dem Gebäude an der Hessestraße bereits 19 Senioren eingezogen. Jetzt wurde die neue Einrichtung mit einem Festakt offiziell eingeweiht.

Mit dem Seniorenzentrum gehe ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, freute sich Sontheims Bürgermeister Matthias Kraut. „Die Bevölkerung ist sehr stolz auf die Einrichtung“, teilte er seine Einschätzung. Auch weil das Zentrum einem speziellen Konzept folgt: Wie der Name „Hausgemeinschaften“ schon sagt, liegt der Fokus darauf, ein Miteinander und eine familienähnliche Atmosphäre zu schaffen. So können in drei Wohngruppen jeweils 15 Personen zusammen leben – und nicht nur nebeneinander her. Das bedeutet: Wer möchte, kann sich an alltäglichen Dingen beteiligen, beispielsweise am Kochen der täglichen Mahlzeiten, am Bepflanzen von Hochbeeten und am Wäsche waschen.

Vielgelobtes Konzept

Mit diesem Konzept und dem Haus an sich habe man einen „kleinen Diamanten“ geschaffen, lautete das Urteil von Rainer Holthuis, Geschäftsführer des ASB in der Region Heilbronn-Franken. Dieser müsse nun freilich noch etwas poliert werden: „Die Arbeit fängt jetzt erst an.“ So steht in Kürze etwa die Einführung der Tagespflege an. Bis zum Sommer, so Hausleiterin Ina Hildebrandt, soll dieses Angebot zur Verfügung stehen. Bislang seien dazu allerdings nur wenige Anfragen eingegangen. Ebenfalls ins Rollen kommen soll eine Kooperation mit dem unweit gelegenen Kinderhaus in der Au. Im Kontakt von Kindern und Senioren sieht man viele Vorteile.

„Sontheim liefert Antworten“, lobte Gründen-Landtagsabgeordneter Martin Grath – und zwar auf die drängende Frage, wie Pflege und Betreuung im ländlichen Raum aussehen kann. Seine Kollegin Sabine Wölfle, ASB-Landesvorsitzende und SPD-Abgeordnete, pflichtete ihm bei: „Das Konzept geht auf“, das Angebot orientiere sich optimal an den Bedürfnissen der Senioren.