Duell Zwei treten bei Wahl in Albershausen an

Friedhild Miller steht laut ihrem Slogan für die Familie, die Liebe und den Frieden ein.
Friedhild Miller steht laut ihrem Slogan für die Familie, die Liebe und den Frieden ein. © Foto: Privat
TOBIAS FLEGEL 12.01.2018
Gegen Jochen Bidlingmaier tritt die 48-jährige Friedhild Anni Miller aus Sindelfingen an.

Der Bürgermeister von Albershausen, Jochen Bidlingmaier, hat eine Herausforderin bei der Wahl des Ortschefs am 28. Januar bekommen. Gegen den Amtsinhaber, der die kommenden acht Jahre erneut die Geschicke der Gemeinde lenken will, tritt die 48-jährige Friedhild Miller aus Sindelfingen an. Die gelernte Kontoristin ist Mutter einer Tochter und geschieden.

Außer in Alberhausen bewirbt sich die Kandidatin in Gingen, in Ottenbach und in Wangen um die Position der Bürgermeisterin. Miller hat aber nicht nur den Kreis im Visier, sondern strebt das Amt auch in einer von rund 20 weiteren Städten oder Gemeinden an. Nach eigenen Angaben will sie noch 27 weitere Bewerbungen abschicken, sodass sie am Ende bei mehr als 50 Bürgermeisterwahlen antritt.

Kampf gegen das System

Durch die flächendeckenden Bewerbungen will die „Auf­deckungspolitikerin“, wie sie sich selbst bezeichnet, auf ihre Anliegen aufmerksam machen. „Menschen werden hier systematisch zerstört“, glaubt Miller. Zu dieser Auffassung sei sie durch eigene Erfahrungen gelangt und auch das Schicksal anderer bestätigte sie darin. Diese Einstellung mag ein Grund sein, warum Miller Menschen, die in Schwierigkeiten geraten sind, beispringt und als Berufsbezeichnung „Familienhelferin“ auf dem Wahlzettel steht.

Dem Vorgehen von Behörden und anderen Instanzen des Staates will sie Einhalt gebieten, indem sie den Menschen mehr Möglichkeiten an die Hand gibt, etwa bei finanziellen Angelegenheiten: „Als Bürgermeisterin will ich einen Bürgerhaushalt einführen.“ Die Einwohner von Albershausen sollten selbst bestimmen, wofür ihre Abgaben verwendet werden. Außerdem will Miller dafür sorgen, dass Jung und Alt zusammenkommen. Begegnung und Austausch betrachtet sie als Rezept gegen Einsamkeit, die die Ursache vieler Krankheiten sei.

Ein Mittel gegen das ganz große Übel weiß „Fridi“ Miller ebenfalls: „Ich bin überzeugt, dass man das System mit der Liebe heilen könnte.“ Ihre Vorstellungen und Ziele für Albershausen stellen sie und Jochen Bidlingmaier am Mittwoch, 17. Januar, ab 19.30 Uhr in der Mensa der Albert-Schweitzer-Schule vor.