„Der Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt“: Norbert Barthle, Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, zitierte am Freitagabend in Hohenstadt den Dichter Wilhelm Busch. Und tatsächlich blickte er in freudige, erwartungsvolle Gesichter: Anlässlich seines Besuchs hatten sich im Rathaus Gemeinderäte von Hohenstadt und Drackenstein sowie die Bürgermeister Günter Riebort und Klaus-Dieter Apelt versammelt. Vor Ort waren auch die Bundestagsabgeordneten Heike Baehrens (SPD) und Hermann Färber (CDU). Alle strahlten um die Wette, als der Staatssekretär die gute Nachricht überbrachte: Hohenstadt und Drackenstein dürfen sich bald über schnelleres Internet freuen. Der Bund fördert den Breitbandausbau in den Albgemeinden mit insgesamt 375 000 Euro. „Wir tun viel dafür, um den Breitbandausbau voranzubringen“, betonte Barthle, der Übergaben von Förderbescheiden gleich nach Spatenstichen als seine zweitliebste Beschäftigung bezeichnete. „Mit 375 000 Euro lässt sich einiges anstellen. Ich hoffe, dass Sie das Geld schnell verbauen“, sagte Barthle. „Davon profitieren dann auch die Baufirmen, was zu einem Wirtschaftswachstum führt.“ Letztlich sei schnelles Internet für alle von Vorteil.

„Ziel ist, dass die Arbeiten bis Ende 2018 abgeschlossen sind“, betonte Hohenstadts Rathaus­chef, der sich „saumäßig“ über den Besuch aus Berlin freute. Das beauftragte Büro „Broadband Academy“ aus Kornwestheim könne jetzt mit der Ausschreibung starten. Sind die Leitungen verlegt, könne man jedem Haushalt einen Internetzugang mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stellen. „Momentan liegen wir bei zwischen zwei und sechs Megabit“, informierte Riebort, der für den Ausbau der interkommunalen Breitbandversorgung federführend verantwortlich ist.

„Es gibt viele Firmen und Bürger, die auf schnelles Internet warten“, ergänzte Drackensteins Bürgermeister Apelt. Auch er nahm die gute Nachricht freudig auf und betonte: „Warum sollen wir auf dem Land schlechter gestellt sein?“