Kreis Göppingen / Dirk Hülser  Uhr
Am Donnerstag wurde ein Betrieb, der Döner herstellt, wegen gravierender Hygienemängel geschlossen. Die Schließung erinnert an einen Fall aus dem Jahr 2015.

Lebensmittelkontrolleure, Amtstierärzte, Vollzugsbeamte des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz und die Polizei waren am Donnerstag gemeinsam im Voralbgebiet im Einsatz, um eine Firma zu schließen, die Spieße mit Dönerfleisch produziert hatte. Die Kontrolleure sprechen von „zahlreichen und erheblichen Hygienemängeln“, deshalb sei der Betrieb auf behördliche Anordnung durch das Veterinäramt umgehend geschlossen worden.

Am Donnerstag wurden in einer Dönerproduktion wegen erheblichen Hygienemängeln auf behördliche Anordnung umgehend geschlossen. Sogar die Polizei musste anrücken.

Ungewöhnlich ist, dass bei einer Lebensmittelkontrolle die Polizei in Einsatz ist. Dies sei „wegen der Feststellung von Straftatbeständen“ der Fall gewesen, schrieb das Veterinäramt am späten Donnerstagnachmittag in einer Pressemitteilung. Um welche Straftatbestände es sich handelt, teilte die Behörde nicht mit.

Wurde ein Restaurant nach einer Lebensmittelkontrolle auffällig, können dessen Name und die Verstöße in besonders schweren Fällen veröffentlicht werden. Eine Gratwanderung für die Behörden.

Ähnlicher Fall im Jahr 2015 in Ursenwang

Im Jahr 2015 war, ebenfalls im Voralbgebiet, eine Dönerproduktion bankrott gegangen, nachdem 137 Tonnen Fleisch mit Möhrentrester  versetzt worden waren. Der Chef des Betriebs in Ursenwang wurde vom Amtsgericht zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Das Unternehmen hätte nach Ansicht von Stephan Ludwig seinerzeit aber ohnehin wegen gravierender Hygienemängel geschlossen werden müssen, wie er damals in der Gerichtsverhandlung ausführte.

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