Ehrenamt  Zukunft der Landfrauen: Aus Nische heraustreten

Kreis Göppingen / SWP 06.11.2018

„Landfrauen, viel mehr als Sie denken“ – unter diesem Motto lud der Kreislandfrauenverband Göppingen und der Ortsverein Bad Boll zu einem Informationsabend über die Landfrauenarbeit ein. Ziel war es, die Zukunft des Ortsvereins zu ermöglichen. Die langjährige Boller Ortsvorsitzende Helga Allmendinger begrüßte die gut 30 Anwesenden und brachte zum Ausdruck, dass es ihr ein Herzensanliegen sei, dass der Verein bei neuen und jüngeren Frauen auf Interesse stoße. Kreisvorsitzende Anne Breitenbücher stellte den Kreisverband vor. Mit etwa 800 Mitgliedern in 22 Ortsvereinen ist er einer von 24 Kreisverbänden des Landfrauenverbandes Württemberg-Baden. Der Boller Bürgermeister Hans-Rudi Bührle würdigte die Landfrauen für ihr Engagement im Ort, wie beispielsweise den alljährlichen Osterbrunnen. Er ermutigte die Frauen, aus „ihrer Nische herauszutreten“, sich offensiver in der Öffentlichkeit zu präsentieren und mehr Kooperationen einzugehen. Auf dankbares Echo stieß seine Äußerung, dass die Kommune den Landfrauen selbstverständlich einen kostenlosen Raum zur Verfügung stellen wird.

Bildungsreferentin Rita Reichenbach informierte über Geschichte und Gegenwart des Verbandes. Mit 52 000 Mitgliedern ist der Landfrauenverband der größte Bildungsträger im ländlichen Raum. Er richtet sich an alle Frauen – Frauen aller Generationen, Berufe und Lebenssituationen sind herzlich willkommen. Jeder Ortsverein hat die Möglichkeit, sein ganz eigenes Bildungsprogramm zu gestalten: Von Zumba, Pilates über Sprachkurse bis hin zu gesundheitlichen, pädagogischen und gesellschaftspolitischen Themen – alles ist möglich. Zudem setzt sich der Landesverband für eine Verbesserung der rechtlichen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Situation von Frauen ein.

Spontan erklärten sich fünf Frauen bereit, die Zukunft des Ortsvereines in die Hand zu nehmen. Ilse Kussmaul, Dr. Inge Aichele, Ruth Maier und die neu gewonnenen Mitglieder Anja Liebler und Petra Müller werden sich im November mit der noch amtierenden Vorstandschaft und dem Kreisverband treffen, um die weiteren Schritte zu planen.

Unter den Gästen bei der Versammlung war auch die 15-jährige Jungimkerin Annabell Liebler, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit interessiert und aktiv gegen Lebensmittelverschwendung und Plastikmüll eintritt. Sie selbst hatte ihre Mutter motiviert, am Informationsabend teilzunehmen. Das Ergebnis des Abends beeindruckte die Gruppe: Sie und ihre Mutter wurden mit anderen Frauen zusammen spontan Mitglied.

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