Uhingen Zitterpartie um Einzug in Uhinger Gemeinderat

KARIN TUTAS 27.05.2014
Eine äußerst knappe Stimmenverteilung bei der FDP/UB sorgte dafür, dass die Wahlhelfer am Montag einen langen Atem brauchten. Das vorläufige Ergebnis der Gemeinderatswahl lag erst gegen 18 Uhr vor.

Knapper gehts fast nicht mehr. Zwei Stimmen entschieden bei der Uhinger FDP/UB-Fraktion über einen Sitz im Gemeinderat. Reiner Brändle rutschte mit 1381 Stimmen durch einen Ausgleichssitz ins Kommunalparlament und nimmt dort künftig den Stuhl von Wolfgang Fauth ein, der auf der FDP/UB-Liste mit 1379 den undankbaren vierten Platz einnahm. Die Entscheidung, welcher der Kandidaten in den Gemeinderat einzieht, fiel erst nach der Überprüfung der bei der Auszählung für ungültig erklärte Stimmen.

Die Uhinger Wahlhelfer mussten lange ausharren. Bis 0.30 Uhr hatten sie am Sonntagabend die Stimmen für die Gemeinderatswahl ausgezählt. Danach lagen die FDP/UB-Kandidaten auf den Plätzen drei und vier gleichauf. Nur drei Stimmen mehr hatte der Zweitplatzierte Ulrich Langer. Also wurde nochmal nachgerechnet. "Wir prüfen ohnehin bei jeder Wahl die für ungültig erklärten Stimmzettel", erklärt der Uhinger Hauptamtsleiter Reinhard Goldmann. "Durch die unechte Teilortswahl ist das alles sehr komplex und es gibt immer wieder Stimmzettel, die zugelassen werden können", fügt Goldmann hinzu.

Bei den anderen Wahlvorschlägen war die Situation eindeutiger. Nichts zu rütteln ist am Wahlergebnis der Freien Wähler, die auch in Uhingen wieder klarer Sieger der Gemeinderatswahl sind. Mit knapp 44,7 Prozent ( 42 683 Stimmen) legten sie gegenüber 2009 nochmal um drei Prozent zu und stellen mit 13 Stadträten knapp die Hälfte der Bürgervertreter im Uhinger Stadtparlament. Dieses ist durch Ausgleichssitze von 29 auf 30 Bürgervertreter angewachsen.

Die Freien Wähler stellen mit Rainer Frey wieder den unangefochtenen Stimmenkönig. 5762 Stimmen verbuchte Frey, rund 300 mehr als 2009, und lag damit deutlich vor der Zweitplatzierten Susanne Widmaier (SPD) mit 3858 Stimmen. "Das ist eine Bestätigung für die Arbeit der letzten fünf Jahre", freut sich Frey, der auch Fraktionsvorsitzender der FWV ist.

Gehalten hat die Uhinger SPD ihre acht Sitze. Mit 25 782 Mandaten liegen die Sozialdemokraten deutlich vor der CDU, die 18 056 Stimmen (18,9 Prozent) erhielt, jedoch wieder mit sechs Stadträten im Kommunalparlament vertreten ist. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Lorenz, der sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte, ist mit dem Abschneiden seiner Partei sehr zufrieden. "Wir freuen uns besonders, dass auch unser Ortsvereinsvorsitzender Michael Lopin den Sprung in den Gemeinderat geschafft hat.

Die Hälfte der sechs Stadträte der CDU sind nach dem Ausscheiden dreier Mitglieder neu. Dieses Mal hat es auch Josè Manuel Prendes Merida geschafft. Er war vor zehn Jahren als gewählt gemeldet worden. Nach nochmaligem Auszählen zog jedoch mit hauchdünnem Vorsprung Jörg Zimmermann in den Gemeinderat ein.

Porträtbilder vom Uhinger Gemeinderat in der Übersicht
 


So wurde gewählt

FWV: 42.683 Stimmen (44,67 %)

SPD: 25.782 Stimmen (26,98 %)

CDU: 18.056 Stimmen (18,9 %)

FDP/UB: 9027 Stimmen (9,45 %)