Auf der Filstalbahn soll sich ab Dezember vieles ändern: Zeitgleich mit dem Betreiberwechsel von DB Regio zu Go Ahead soll auch der Metropolexpress (Mex) starten und künftig im Halbstundentakt bis Geislingen verkehren. Dem neuen Bedienungskonzept hat der Umwelt- und Verkehrsausschuss (UVA) am Dienstag einhellig zugestimmt.

Hoffnung auf Qualitätswende

Die Räte folgten damit der Empfehlung der Kreisverwaltung, die sich von dem neuen Konzept eine Qualitätswende auf der Bahnstrecke erhofft. Jörg-Michael Wienecke, der Leiter des Amts für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur im Kreis, sagte: „Immer wieder Zugausfälle, Verspätungen, Probleme mit Personal und Material – das wollen wir schlichtweg nicht mehr akzeptieren.“

Zunächst gibt es nur den „Stolpertakt“

Wenn der Kreistag am 22. März zustimmt, gibt es ab Dezember zwei Mex-Verbindungen von Stuttgart bis Geislingen. Weil die Filstalstrecke aufgrund der Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21 bis mindestens 2022/23 durch den Fernverkehr beeinträchtigt ist, kann der Mex zunächst aber nur im sogenannten Stolpertakt verkehren: Einzelne Fahrten enden bereits in Esslingen oder Stuttgart-Untertürkheim; Fahrgäste bis Stuttgart-­Hauptbahnhof müssen dann in die S-Bahn umsteigen.

Kürzerer Aufenthalt am Geislinger Bahnhof

Einmal in der Stunde fährt der Mex bis Ulm-Hauptbahnhof durch. Der bisherige Aufenthalt des Zugs im Geislinger Bahnhof von 20 Minuten soll sich deutlich reduzieren – auf sechs bis sieben Minuten, wie Wienecke erklärte.

Kostensituation

Der Kreistag hat noch zu entscheiden, ob er einen reduzierten Nachtverkehr will: Mit Reduzierung lägen die Kosten für den Kreis bei 1,24 Millionen Euro pro Jahr, ohne bei 1,34 Millionen. Abzüglich der erwarteten Einnahmen (pauschaliert: 65 000 Euro) käme man auf 1,17 beziehungsweise 1,27 Millionen Euro.

Weitere Infos gibt es in der heutigen Ausgabe der GEISLINGER ZEITUNG (14. März)

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