Fasnet Prunksitzung der Furchenrutscher: Wunschkonzert bei Radio RBH

Annerose Fischer-Bucher 13.11.2017
Gardetanz, Büttenrede,Wunschkonzert: Die Rechberghäuser Furchenrutscher boten ihrem Publikum bei der Prunksitzung im Haug-Erkinger-Saal am Samstagabend ein vierstündiges Feuerwerk.

Wünsche mit heißen Hits kamen beim Moderator von Radio RBH an und wurden postwendend von den ToFuHe Singers gespielt: die Wünsche von Rechberghäusern und auf extra geschalteten Leitungen von einigen Ehrengästen im Haug-Erkinger-Festsaal, darunter die Rathaus-Chefin Claudia Dörner, die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens sowie die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi.

Unterbrochen von lustigen Verkehrsdurchsagen und einheimischen Handwerker-Werbungen aus dem Ort wurden auf „RBH 11.11“ unter anderem Titel von Helene Fischer, Peter Alexander, Madonna, Al Bano und Romina klasse gedoubelt. Dem begeisterten Publikum der Prunksitzung wurden Lieder wie  „Himmelblaue Augen“, „Millionen Lichter“, „Über den Wolken“, Verdammt, ich lieb dich“ und viele andere Hits für alle Generationen ge­boten.

Michael Schilling, Moderator im Studio und Sitzungspräsident der Rechberghäuser Narrenzunft „Furchenrutscher“, trat selbst mehrmals in verschiedenen Rollen auf und führte spontane, schlagfertige kleine Unterhaltungen mit den Gästen. Auch die  Ehrengäste nahm er dabei gern auf die Schippe – sehr zum Vergnügen des zahlreichen Publikums. Außerdem verstand es Schilling, auch die Mitwirkenden im Haug-Erkinger-Saal mit seinem Humor zu bedenken. So machte er den eigenen Leuten und Helfern wie etwa Toni – dem Mädchen für alles – oder dem zweiten Vorsitzenden der Furchenrutscher, Reinhard Kirchner, unnötig Beine und überbrückte so kurzweilig die notwendigen Umbaupausen zwischen den Darbietungen.

Bei der Verteilung der Orden unterstützte ihn das neue Grafenpaar Gitta und Julian Weber. Von den Württembergischen Karnevalsvereinen gab es eine Sternenorden-Verleihung durch die Vorsitzende im Jugendbereich, Heike Schiele. Und der komplette Saal sang das traditionelle Furchenrutscher-Lied mit dem Schlachtruf „Hausa mach nora“.

Danach präsentierte Dejan Rakic als Türsteher einige Zoten und einen Tanz, bevor die „LüFü’s“ mit ihrem Stammtisch interessant-humorige Einblicke in den Dorftratsch gaben. Ursprünglich als Lückenfüller gedacht  – daher der Name, gaben sie bei den Schwätzles über den Kreisel als Grünabfall, über den Blumen-Sheriff, über die Durchfahrtssperre beim Oberen Tor oder über die schwulen Rocker in Hausen bei den warmen Wochen die momentanen Bewegungen der Dorfseele bekannt.

Das langjährige Bütt-Talent Evi Ertinger räsonierte gekonnt gereimt über den Kauf und die Aufstellung eines Weihnachtsbaums, was für ein Ehepaar zu einer Herausforderung wurde und mit einem „Besen“ endete. Beim Brauchtumstanz, an dem alle Maskenträger der Zunft teilnahmen, waren nicht nur die grün-roten Dorfhexen mit ihren geringelten Strümpfen, sondern Leute aus allen Häs-Gruppen an den phantastischen Pyramiden-Formationen beteiligt.

Einen großen Anteil an dem gelungenen Ablauf des Abends hatten jedoch die verschiedenen tanzenden Garden: die Lollipops als die Jüngsten, die Blau-Weißen Rutscher und die Schlossgarde in ihrem neuen lila-gelb-weißen Outfit, die tolle Schrittkombinationen in einer durchdachten Choreographie präsentierten. Schillings Kommentar, als die Garde komplett vor dem Publikum stand und auch die Betreuerinnen zum Dank nach oben gebeten wurden: „Da geht mir die Bühne aus.“

Nach dem Feuerwerk auf der Bühne wurde noch lange im Foyer weitergefeiert.