Verein Wo der Schultes mit Roman Herzog Bälle schlug

Sie haben den Tennisclub Schlat mit aufgebaut: Mitglieder der ersten Stunde wurden beim Festabend geehrt.
Sie haben den Tennisclub Schlat mit aufgebaut: Mitglieder der ersten Stunde wurden beim Festabend geehrt. © Foto: Michael Bauer
Michael Bauer 26.09.2017
Der Tennisclub Schlat blickt auf 40 Jahre zurück. Engagement war immer gefordert.

23. September 1977: 31 Tennisbegeisterte treffen sich im Gasthof Lamm, um einen Verein zu gründen. Viele Fragen werden aufgeworfen. Wo soll die Anlage stehen? Wie viel Platz ist vorhanden? Und wie soll sie überhaupt aussehen? Sieben Monate später begannen die ersten Arbeiten. Das Gelände stellte ein Gründungsmitglied zur Verfügung. Tausende Kubikmeter Erde und unzählige Tonnen Schotter später konnten im August 1978 die ersten Bälle gespielt werden.

40 Jahre nach der Gründung erinnerte der erste Vorsitzende des Tennisclubs, Michael Kowatzki, an den Besuch des damaligen Ministers für Kultus und Sport Roman Herzog: „Die Wände des Außenputzes unseres Clubheims waren noch nicht getrocknet, da schlug unser damaliger Bürgermeister mit dem späteren Bundespräsidenten die ersten Bälle.“

In den vergangenen Jahrzehnten sei viel passiert. So habe es neben den Erfolgen der ersten Jahre auch herbe Niederlagen gegeben – nicht nur sportlich gesehen. Hochwasser und Überflutungen machten Plätze unbespielbar und zerstörten den Keller des Clubhauses. Engagement war in dieser Zeit mehr als gefordert.

Bürgermeisterin Gudrun Flogaus bedankte sich bei dem Verein  für die Unterstützung in Gemeindeangelegenheiten. Das Ziel müsse es sein, den Tennissport weiterhin als Breitensport zu fördern. Dabei spielte sie auf die sinkenden Mitgliederzahlen in vielen Vereinen an. Auch Michael Kowatzki kennt dieses Problem, der Verein stehe aber mit drei aktiven Herrenmannschaften sehr gut da: „Meines Wissens ist dies im gesamten Kreisgebiet einmalig.“ Für die passende Unterhaltung am Abend sorgte der Ditzenbacher Country und Rock-und-Pop Musiker Carlo Haggard. Eine weitere Besonderheit stellte eine Feuershow mitten auf dem Tennisplatz dar. Hierfür war extra die Künstlerin Anette Fries aus Fürth angereist.

Mit auf den Weg wurden am Samstag allen aktiven, passiven und ehemaligen Mitgliedern eine Formel gegeben: „Unsere Aufgabe für die Zukunft wird sein, das Feuer der positiven Erinnerungen weiter am Leben zu erhalten. Dann wird der Verein auch weitere 40 Jahre und mehr problemlos überstehen.“ Damit dies so bleibt, wird eine Woche später am 30. September auf der Anlage ein weiteres Jubiläumsevent stattfinden: ein Showmatch zwischen Spielern aus Esslingen und Backnang soll Besucher anregen, sich selbst auf den roten Plätzen zu versuchen.