Die geplanten Stellenstreichungen bei den Firmen WMF, Schuler, Fysam (ehemals SAM automotive und Binder in Böhmenkirch) sowie die geplante Werksschließung von Aqua Römer bedeuten nichts Gutes für die Beschäftigten im Kreis Göppingen, befürchten der Bezirksvorstand Hohenstaufen der KAB und katholische Betriebsseelsorge des Dekanats in einer Pressemitteilung. Es deute sich hier eine Kettenreaktion an, die noch weitere Betriebe erfassen könnte. Die Notwendigkeit von Entlassungen oder gar ganzen Betriebsschließungen sollte immer erst als Utima Ratio angewandt werden, um nicht zum Schluss das Ganze zu gefährden.

Hier sehe es jedoch so aus, dass, wie schon oft in der Vergangenheit, der kurzfristige Managementgewinn wichtiger sei, als frühzeitig über mögliche Alternativen nachzudenken, wird in der Mitteilung kritisiert. „Deutsche Arbeitgeber profitieren sehr oft davon, wenn sie es schaffen, vertrauensvoll mit ihrem Betriebsrat zusammen zu arbeiten“, ist sich Àkos Csernai-Weimer, Regionalsekretär der KAB im Kreis Göppingen, sicher. Diese Möglichkeit sei bei den meisten Betrieben, die jetzt den großen Personalabbau planen, augenscheinlich nicht genutzt worden.

KAB und Betriebsseelsorge, so kündigt auch Diakon Norbert Köngeter an, werden alle ihre Möglichkeiten nutzen, um den Betriebsräten hilfreich zur Seite zu stehen.

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