Energie  Windräder: Adelberg sieht sich umzingelt

Windkraftanlage bei Lauterstein: Hier ist die Akzeptanz bei den Bürgern groß. Foto: Carlucci
Windkraftanlage bei Lauterstein: Hier ist die Akzeptanz bei den Bürgern groß. Foto: Carlucci © Foto: Giacinto Carlucci
Adelberg / Werner Schmidt 23.12.2016

Mehrheitlich sprach sich der Adelberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung gegen das vom Rems-Murr-Kreis beantragte Zielabweichungsverfahren im Bereich GP 03 „Altes Depot“ aus. In dem Schreiben ans Regierungspräsidium wird, wie auch schon bei der Stellungnahme zum „Kaisersträßle“, darauf verwiesen, dass die geplanten Windkraftanlagen einen regionalen Grünzug betreffen, der der naturbezogenen Erholung und außerdem der Sicherung von Boden, Wasser, Klima, Arten- und Biotopschutz diene.

Bürgermeisterin Carmen Marquardt argumentierte in ihrem dem Gemeinderat zur Diskussion vorgelegten Schreiben, Adelberg werde umzingelt: „Mit den Windkraftstandorten Adelberg Kaisersträßle (GP-01), Weinstraße (GP-03), und Kaiserstraße (WN-34) kommt es zu einer Umzingelung der Gemeinde Adelberg; mit den zusätzlichen Windkraftstandorten Sümpflesberg (ES-02), Nonnenberg (WN-33) und Goldboden (WN-34) entsteht eine räumliche Überlastung des Schurwaldes.“

Zudem, so das Schreiben weiter, sei Adelberg als Naherholungsort durch die geplanten Windkraftanlagen negativ betroffen. Hier seien Radfahrer und Wanderer im Herrenbachtal mit seinem Stausee und den teils bewirtschafteten Mühlen unterwegs.

Nicht zuletzt beeinträchtigten die Windräder das denkmalgeschützte historische Kloster, in dem die Windenergie-Anlagen den Blick auf das Adelberger Kloster erheblich störten: „Der Freiraumschutz des Regionalparks würde insoweit ebenfalls konterkariert“, schreibt die Verwaltungschefin in ihrer Stellungnahme an das Regierungspräsidium in Stuttgart. weso

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