Perspektiven Will Eschenbach noch wachsen?

Eschenbach / Jürgen Schäfer 13.04.2018

Die Diskussion zur Gemeindeentwicklung und Nachhaltigkeit in Eschenbach kommt in die Gänge. Jetzt werden die Bürger befragt, wo sie sich neue Akzente wünschen. Im ersten Schritt haben Gemeinderat und Gemeineverwaltung ihre Beurteilung abgegeben. Demnach wirtschaftet die Gemeinde schon in vielem nachhaltig. Sie bezieht Ökostrom, unterstützt die Bürgerenergiegenossenschaft, hat ein Drittel der Straßenlampen auf LED umgerüstet, das Rathaus und die Schule energetisch saniert, tut was für die biologische Vielfalt. 45 Pluspunkte bilanziert Jörg Hiller, Kommunikationsfachmann für den Nachhaltigkeitsprozess. In punkto Zusammenarbeit mit Heiningen, was auch Ressourcen spart, ist Eschenbach geradezu vorbildlich. Die gemeinsame Technotherm-Halle ist der jüngste Beweis. Bei der E-Mobilität ist Eschenbach Pionier. Stichwort: Dorfaudole. Aber: Stillstand ist Rückschritt. Die Kommunalpolitiker haben Wünsche. 14 Handlungsfelder hat Hiller herausdestilliert. Auch im Ökologischen, obwohl dort viel getan werde. Das Spektrum ist weit gefasst. Es geht auch um die soziale, familienfreundliche, gesunde und sichere Kommune. In punkto Sicherheit hakt Gemeinderat Reinhard Bauch nach: Wie schätzen die Bürger die Verkehrssicherheit ein? Den sicheren Schulweg, den Winterdienst, die Straßenbeleuchtung?  Nadine Habdank fragt sich, warum die Bürger den ÖPNV nicht nutzen. Antwort von Ratskollege Dr. Jürgen Stavenow. „Weil das viel zu viel Zeit kostet.“ Aber: Die Kinder bräuchten ihn.

Thomas Sippel, im Voralbgebiet vielfach als Planer unterwegs und auch an dieser Befragung beteiligt, wirft noch eine andere Frage auf: Wie hält es Eschenbach mit dem Wachstum an Einwohnern und Wohnraum? Er stellt eine stagnierende bis abnehmende Bevölkerung fest. Ein weiterer statistischer Wert: In Eschenbach sei der Wohnraum schwächer belegt als in Aichelberg. Eschenbach hat 1,9 Personen pro Wohnung, Aichelberg 2,2. Falls Eschenbach weiter wachsen wollte: Es liegt mitten im Vogelschutzgebiet, betont Sippel. „Es gibt relativ harte Restriktionen.“

Etwa 30 Fragen werden den Eschenbachern Anfang Mai ins Haus flattern. Die Umfrage ist anonym. Um das Interesse zu erhöhen, ist ein kleiner Anreiz im Gespräch: ein Gewinnspiel.

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