Schultes Gebhard Tritschler erklomm für seine Ansprache recht fix die neue Spielkombination auf Wiesensteigs neuem Kinderspielplatz Bahnhöfle. Er lobte die schnelle Umsetzung des Projekts und den tollen Einsatz des kommunalen Bauhofs, der viele Arbeitsstunden in den Spielplatz investiert hatte. "Trotz knapper Kasse hat der Gemeinderat dem Vorhaben zugestimmt", lobte er die Entscheidung für die neuen Spielgeräte.

Dabei ging alles rasend schnell. Im Frühjahr hatte der Bauausschuss den maroden Zustand des Platzes moniert, knapp einen Monat später hatte die Gemeinde ein Angebot vorliegen, und drei Monate später schon wurde der Platz eingeweiht.

Als erfreulich bezeichnete es der Bürgermeister, dass die Nachbarn - die Gemeinschaftspraxis Röll - für die Neugestaltung 500 Euro gespendet hat. Der Gewerbeverein und die Freiwillige Feuerwehr Wiesensteig gaben ihren Erlös aus dem Maibaumfest von gut 600 Euro dazu und der Club Quo Vadis will mit dem Geld, das er fürs Catering bei der Platz-Einweihung bekommt, ebenso verfahren.

Das wohl am meisten frequentierte Gerät dürfte das Trampolin sein, das keine einzige Minute des Abends unbenutzt blieb. Selbst die Stadträte Wolfgang Hauser, Raimund Storr und auch der Schultes ließen sich den Spaß am Hüpfen nicht nehmen. Sogar der Nachbar, Dr. Raymund Röll, hatte sichtlichen Spaß an dem Trampolin - vielleicht wird er in der Pause der Praxis ab und zu die Kinder auf dem Spielplatz besuchen und sich die Zeit mit Hüpfen vertreiben.

Die große Spielkombination besteht aus zwei Plattformen in verschiedenen Höhen, einem halbkreisförmigen, schrägen Kletternetz, einer Wackelbrücke, einer Free-Climbing-Wand und einer Sprossenleiter. Die Türme auf beiden Seiten laden auch mal nur zum Verweilen oder Ausschau halten ein - oder eben als Standort für den Bürgermeister, wenn er eine Ansprache halten will. Die im Auftragsangebot veranschlagten 25.750 Euro (brutto) plus die Bauhofkosten dürften hier sehr gut angelegt sein, waren sich die anwesenden Bürger Wiesensteigs bestimmt einig, als sie den spielenden Kindern zusahen. Nach der Freigabe feierten alle gemeinsam den gelungenen Platz bei der köstlichen Bewirtung des Club Quo Vadis.