Verkehr Freigabe für Anschluss an B-10-Zubringer noch 2017?

Um die Daimlerstraße an den B-10-Zubringer anzuschließen, musste das Gelände aufgeschüttet werden.
Um die Daimlerstraße an den B-10-Zubringer anzuschließen, musste das Gelände aufgeschüttet werden. © Foto: Giacinto Carlucci
Eislingen / Von Karin Tutas 24.11.2017
Winterpause oder Fertigstellung? Die Bauarbeiter geben Gas, damit der neue Anschluss vom Eislinger Gewerbegebiet Steinbeisstraße an den B-10-Zubringer noch dieses Jahr freigegeben werden kann.

Der Zeitplan ist sportlich. Möglichst noch vor Jahresende soll der Verkehr auf der umgebauten Kreuzung beim B-10-Anschluss Eislingen-Ost/Göppingen-West in alle vier Richtungen rollen. „Da muss aber alles optimal laufen“, stellte gestern der Eislinger Oberbürgermeister Klaus Heininger beim Baustellentermin fest.

Die Anbindung des Gewerbegebiets Steinbeisstraße mit seinen viel frequentierten Einkaufsmärkten und Betrieben  an die B 10 hat für die Kommune hohe Priorität. „Der Durchstich ist für die Stadt Eislingen von historischer Bedeutung“, erklärt Heininger. Um die Walacheikreuzung an der Stuttgarter Straße zu entlasten, wo sich zu Stoßzeiten oft lange Staus bilden, hatte die Stadt bereits bei der Planung der B-10-Ortsfahrung wegen des Direktanschlusses des Gewerbegebiets an den B-10-Zubringer beim Regierungspräsidium vorgefühlt – vergebens. Die Stadt blieb aber am Ball.

Im Jahr 2009 bestätigte ein Gutachten die enorme Entlastungswirkung und Notwendigkeit des neuen Anschlusses. 35 000 Fahrzeuge passieren täglich die Walacheikreuzung. Nach Fertigstellung der neuen, vierarmigen Kreuzung zum Gewerbegebiet sollen es laut Prognosen 12 000 weniger sein, sagt Eislingens Baubürgermeister Jürgen Gröger. Außerdem werde die Kreuzung Steinbeis-/Stuttgarter Straße um 3000 Fahrzeuge täglich entlastet.

Als schließlich der Zuschussbescheid des Landes – 438 000 Euro bei rund 900 000 Euro Gesamtkosten – eintrudelte, gab die Stadt Gas und schrieb die Arbeiten im Frühjahr aus. Seit den Sommerferien ist die Daimlerstraße eine Großbaustelle. „In der Zeit haben wir ganz schön was geschafft“, meint Eislingens Tiefbauamtsleiter Martin Fischer. Von der Daimlerstraße zum Zubringer galt es, rund zwei Meter Höhenunterschied zu überwinden. Ein Damm wurde aufgeschüttet, es hätten viele Leitungen verlegt, Kanalschächte erhöht und dazu eine rund 100 Meter lange Stützmauer gebaut werden müssen, um den Parkplatz des Einkaufsmarktes zu sichern, berichtet Fischer.

Mitte der kommenden Woche ist vorgesehen, an der Daimlerstraße die erste Asphaltschicht aufzubringen. Dabei aber muss das Wetter mitspielen. „Bei Temperaturen unter fünf Grad kann nicht asphaltiert werden“, sagt Bauleiter Thomas Müller. Derzeit ist der B-10-Zubringer halbseitig gesperrt. Ab 4. Dezember ist vorgesehen, die Kreuzung komplett fertigzustellen. Die Straße werde abgefräst, Rohre und Kontaktschleifen für die Ampeln müssen gelegt und die Kreuzung, die auch eine neue, extensiv begrünte Verkehrsinsel erhält, asphaltiert werden. Diese Arbeiten seien ebenfalls von der Witterung abhängig. „Das Wetter ist der Knackpunkt“, sagt Martin Fischer. Sollte es zu kalt werden, werde die Baustelle winterfest gemacht und die halbseitige Sperrung aufgehoben. Dann gehen die Arbeiten im Frühjahr weiter. „Wir greifen nur in die Fahrbahn ein, wenn wir wissen, dass wir weitermachen können“, erklärt Klaus Heininger.

Vollsperrung um eine Woche verschoben

Sperrung Bis zum 3. Dezember ist der Zubringer zur B-10-Anschlussstelle Göppingen-Ost/Eislingen-West halbseitig gesperrt. Gefahren werden kann derzeit nur in Richtung Holzheim. Die für kommende Woche geplante Vollsperrung des Zubringers verschiebt sich um eine Woche und gilt vom 4. bis 10. Dezember. Der Grund für die Verschiebung ist laut Auskunft des Eislinger Bauamtes eine verspätete Materiallieferung.

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