Informationsabend Wenige Besucher beim Infoabend

Infos über Tätigkeitsbereiche der Ärzte gab es in Bad Boll.
Infos über Tätigkeitsbereiche der Ärzte gab es in Bad Boll. © Foto: Martina Kallenberg
Bad Boll / Martina Kallenberg 09.11.2018

„Der Betreuungsschlüssel heute Abend ist großartig – pro Publikum ein Chefarzt, also eins zu eins Betreuung“, so „Hausmeister Häberle der Alb-Fils-Kliniken“ alias Moderator Ralf Currle, der so in den Informationsabend in der Evangelischen Akademie Bad Boll einführt. Im vergangenen Jahr gab es in den Kliniken „Situationen, die man sich weder beruflich noch privat wünscht“, so Andreas Schuler, Ärztlicher Direktor der AFK. Das habe Demut gelehrt,  außerdem „möchten wir nicht selektiv, sondern breit dargestellt werden“. Denn vielen Bürgern sei das Angebot der Kliniken nicht bekannt und einer Scheu gegenüber den „Göttern in Weiß“ möchte man durch „Vor-Ort“-Veranstaltungen entgegen wirken. In Bad Boll ist das Interesse sehr mäßig, wobei sich die Klinken ordentlich ins Zeug gelegt haben – von der Allgemeinmedizin über Kardiologie, Chirurgie, Pflege, Qualitäts- und Personalmanagement stehen Mitarbeiter bereit, um Fragen zu beantworten. Quiche wird gereicht und über den geplanten Neubau informiert. Auf der Bühne stellen vier Chefärzte ihren Tätigkeitsbereich vor. Es ist ihnen anzumerken, dass sie begeistert in ihrer Arbeit unterwegs sind – wenn von den minimalinvasiven Eingriffen erzählt wird und von immer präziseren Instrumenten.

Dass der Patient, wenn möglich, nicht mehr aufgeschnitten wird, so kann man inzwischen durch den Schließmuskel Kameras einführen, Gewebe entfernen und wieder nähen, erzählt Professor Stefan Riedl von der Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Durch die minimalinvasiven Eingriffe ist der Einsatz der Blutkonserven inzwischen Ausnahme statt Regel, so Riedl, der eigene Organismus soll es schaffen, so weit wie möglich den Eingriff selbst zu verkraften. „Der Anspruch der Menschen ist heute anders“, bemerkt René Schmidt, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, jeder will schnell wieder fit sein und Sport machen.

Genau das streben auch die Ärzte an – rund um die Uhr sind sie für die Patienten im Landkreis da. Innerhalb von acht bis neun Minuten sei die Durchschnittszeit, bis der Einsatzwagen bei einem Notfall ist. Beste Qualität möchten die Ärzte bieten – mit dem Neubau – auch in Bezug auf die Ausstattung. Stefan Riedls Wunsch ist ein Heimatkrankenhaus, dem die Bürger Vertrauen entgegenbringen. Seien es nun Frauen, die vom Beginn des Frauseins über Schwangerschaft, Geburt, Menopause bis zu möglichen Senkungen oder auch bei schwerwiegenden Krankheiten betreut werden können, Herzkrankheiten, eine neue Hüfte – eine allumfassende Versorgung werde angeboten.

Freundlich und kompetent mit großem Personaleinsatz wird um das Vertrauen geworben – auch wenn nur wenige Menschen in Bad Boll den Weg zur Veranstaltung fanden,  „wir sind für sie da – immer“, meint Schmidt.

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