Weltkindertag Weltkindertag mit buntem Programm

Hattenhofen / Patricia-Jeanette Moser 06.06.2018

Noch während des Aufbaus strömten die Kinder aus Hattenhofen herbei zum Weltkindertag in ihrem Heimatort. „Hattenhofen ist im Landkreis Göppingen der einzige Ort mit einer Veranstaltung dieser Art“, so ließ Bürgermeister Jochen Reutter nicht ohne Stolz die Anwesenden wissen. Der Bereich um die Grundschule Hattenhofen entwickelte sich in Windeseile zu einem Ort der Aktivität und viel Spaß. Ein Füllhorn an Ideen enthielt das Programm an diesem Nachmittag. Das Organisationsteam bestehend aus Bianca Huttenlocher, Rita Lösch und Bernd Haller fieberten am frühen Nachmittag mit den Kindern mit. „Wir wollen den Kindern Wertschätzung entgegenbringen und sie wissen lassen, dass sie uns wichtig sind“ und „Heute wollen wir nur glückliche Kinder sehen“, so lauteten die Wünsche der kreativen Organisatoren. Schon ziemlich bald wurde deutlich sichtbar, dass sich dieser Wunsch erfüllte. Mit Neugier und Wagemut erkundeten die Kinder die vielen Stationen der spielerischen und sportlichen Angebote. Die meisten Kinder fanden sich zunächst mal am Schmink-Zelt bei Kerstin Mohring ein. Die Farben in ihrem Schminkkasten enthielten das wichtigste Utensil für ein zauberhaftes Mädchen-Make Up: Rosa – Glitzer – Pink. Die Jungs ließen sich in einen verwegenen Tiger verwandeln. Lenny Wolf (5) aus Hattenhofen entschied sich für diese Version und fügte gleich noch ein „Tatoo“ am Arm hinzu. Bürgermeister Jochen Reutter hielt seine Begrüßung kindgerecht kurz und eröffnete den Weltkindertag, erstmals mit Maskottchen. Ein Hattenhofener Papa „opferte“ sich und schlüpfte ins Weltkugel-Kostüm, dem Symbol der Veranstaltung. Die Kinder stürmten ihre Möglichkeiten des Tages. Diana Moritz verwandelte in der Grundschule mit Aushilfslehrer Gerald Winter Holzfiguren im Roh-Holzzustand, gespendet vom örtlichen Zimmereibetrieb, in einen bunten Kameraden. Nach und nach entdeckten noch mehr Interessenten die kreative Tätigkeit im schattigen Schulgebäude. Die Holzfiguren werden demnächst in Hattenhofen am Straßenrand Platz finden und an den spaßigen Tag erinnern. Diana plauderte mit ihrem Lehrer derweil über ihre Ferienaktivitäten und genoss sichtlich die ruhige Atmosphäre. Action hingegen gab es in der Turnhalle. Der Judo-Verein, vertreten durch Michéle Kempf (20) und Bruder Lucas (13) und Trainer Winfried Wegner, zeigten die Grundschritte des Judos. „Richtig Fallen ist auch außerhalb des Judo wichtig“, so der Trainer. Mutig ließen sich schon die Kleinsten in seine Arme fallen, ohne reflexartig die Hände als Stütze zu benutzen. Eltern und Großeltern hatten reichlich Spaß an den vielen Spielen und an der Entdeckung von Pedalo und Co. Der Kreisjugendring hatte einiges mitgebracht. Carola Weeger, mit ihrer angenehmen Stimme geradezu prädestiniert als Vorleserin, bekam dieses Jahr einen eigenen Pavillon im Grünen. Um „Kommissar Kugelblitz“ von Ursel Scheffler ging es in der Geschichte und anschließend durften die Kinder dazu Fragen beantworten. Das Feuerwehrauto nahm die Kinder auf einer Rundfahrt mit und im Wald ließ man schon mal die Sirene kurz aufheulen – das Wichtigste schließlich bei dieser Tour. Langeweile hatte in Hattenhofen an diesem Weltkindertag 2018 keine Chance. Gleich drei Hüpfburgen standen zur Auswahl, eine Große, eine Mittlere und eine für die ganz Kleinen. Zahlreiche Spenden der örtlichen Geschäftsleute ermöglichten die Ausweitung der Angebote für die Kinder. Eine eigene Popcornmaschine kam heuer erstmals zum Einsatz durch Max (10) und seine Mama Sabine Kovacs (38). „Die Mamas haben es echt drauf“, so kam es von einem Papa, beim Tanz der Mutter-Kind-Gruppe auf die Melodie „Komm hol das Lasso raus“. Eine Autoren-Lesung mit Astrid Nagel war eine weitere Neuheit. „Der Weltkindertag in Hattenhofen entwickelt sich ständig weiter und wir vom Organisationsteam sind dankbar für die örtliche Hilfe aus allen Richtungen“, so Bianca Huttenlocher an diesem Nachmittag. Das anwesende DRK war nicht nur für den Notfall da, sondern gab Einblick in einen Krankenwagen und ins Verbandszeug. Anfassen war hier erwünscht. Auch die Hip-Hop-Mädels waren mit einem Tanz dabei und begeisterten auch die „Größeren“.

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