Süßen Weichen für Kindergarten-Standort gestellt

An der Hornwiesen-Grundschule will die Stadt Süßen Container aufstellen, um vorübergehend die notwendigen Kindergartenplätze zu schaffen.
An der Hornwiesen-Grundschule will die Stadt Süßen Container aufstellen, um vorübergehend die notwendigen Kindergartenplätze zu schaffen. © Foto: Giacinto Carlucci
Süßen / Karin Tutas 16.05.2018
Die Stadt Süßen schafft in den Hornwiesen ein Provisorium aus Containern. Ein Neubau soll voraussichtlich in den Rabenwiesen kommen.

Die Zeit drängt. Rund 40 Kinder stehen in Süßen im Einzugsgebiet südlich der alten B 10 in den Startlöchern und brauchen im Herbst einen Platz im Kindergarten. Deshalb hat der Gemeinderat einen früheren Beschluss des Technischen Ausschusses verworfen. Statt eines Gebäudes in  Holzständerbauweise sollen nun bei der Hornwiesen-Grundschule provisorisch Container aufgestellt werden.  „Wir brauchen eine Lösung bis spätestens Oktober/November“ erklärte Bürgermeister Marc Kersting in der Sitzung am Montagabend. Ein Holzbau würde nicht vor Mai fertig. Die Stadt aber müsse Kindergartenplätze zur Verfügung stellen, um nicht Klageverfahren zu riskieren.

Das Provisorium ist auf maximal zwei Jahre befristet. Innerhalb dieser Zeit muss dann der neue Kindergarten, den die Stadt bauen will, in Betrieb gehen, sonst gibt es keine Förderung für die zusätzlichen Betreuungsplätze, machte Kersting deutlich. Mit der Interimslösung sind auch die Weichen für den künftigen Kindergartenstandort gestellt, wie Hans Zeeb (Grüne) feststellte. Da die Container während des Betriebs nicht versetzt werden können, scheide der Platz in den Hornwiesen aus, erklärte der Rathauschef. Inzwischen böte sich die Chance, den neuen Kindergarten im Wohngebiet Rabenwiesen zu bauen, das die Stadt von der evangelischen Kirchengemeinde kaufen möchte.

Mit dem Provisorium an der Hornwiesen-Grundschule und den Rabenwiesen als Standort des neuen Kindergartens könnten alle Ratsfraktionen leben, wie aus den Wortmeldungen deutlich wurde. Die SPD habe ohnehin die Rabenwiesen favorisiert, sagte der Fraktionsvorsitzende Udo Rössler. Und die CDU hatte in früheren Beratungen aus Kostengründen für Container als Zwischenlösung plädiert.

„Wir steuern insgesamt auf ein gutes Ergebnis zu“, fand  Grünen-Sprecher Armin Kuhn. Michael Keller, Fraktionsvorsitzender der FDP-AFW, mahnte an, für das Provisorium den Platz auf dem Schulgelände zu suchen, der am wenigsten Aufwand bei der Erschließung verursacht. Das sei wohl entlang der Schlater Straße, wo auch die Anwohner am wenigsten beeinträchtigt würden, meinte Rathauschef Kersting. Bernd Schweighofer (FDP-AFW) erinnerte an den ursprünglichen Gedanken, die Räume für den Kindergarten so zu bauen, dass sie später der Schule zugeschlagen werden können. „Wir sollten uns da nichts vergeben“, so Schweighofer. „Wir vertun uns nichts bei der Schulerweiterung“, erwiderte Kersting. Die Stadträte stimmten einmütig für das Provisorium bei der Hornwiesen-Grundschule und dafür, als endgültigen Kindergarten-Standort die Rabenwiesen ins Auge zu fassen.

Interimslösung auf zwei Jahre befristet

Kindergarten Auf dem Gelände der Hornwiesen-Grundschule wird ein provisorischer Kindergarten erstellt. Die Container bieten Platz für eine Krippengruppe und zwei altersgemischte Ganztagesgruppen. Diese Lösung ist auf zwei Jahre begrenzt. Ein neuer Kindergarten soll in den Rabenwiesen gebaut werden.

Kosten für das Provisorium: 800 000 Euro.

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