Modernisierung Wehr bekommt nach 25 Jahren neues Löschfahrzeug

Eine Frau und ein Junge sehen sich die Ausrüstung an Bord des neuen Löschfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr an.
Eine Frau und ein Junge sehen sich die Ausrüstung an Bord des neuen Löschfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr an. © Foto: MAXIMILIAN HALLER
Lauterstein / Maximilian Haller 11.04.2018

„Einen ganz besonderen Tag für die Lautersteiner Feuerwehr“ nannte der Bürgermeister von Lauterstein, Michael Lenz, den vergangenen Sonntag. Gleich drei Anlässe gab es zu zelebrieren: Zum ersten Mal in der Geschichte der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr empfing diese eine eigene Fahne. Gleichzeitig wurde der Truppe ein neues Einsatzfahrzeug zur Verfügung gestellt. Für den krönenden Abschluss sorgte an diesem Tag die offizielle Gründung der Lautersteiner Jugendfeuerwehr.

Eine Fahne habe nicht nur materiellen, sondern auch ideellen Wert, sagte Lenz in der Gemeindehalle. „Unter ihr versammeln sich all diejenigen, die treu zur Feuerwehr stehen.“ Lenz betonte den wichtigen, ehrenamtlichen Dienst, den die Freiwillige Feuerwehr für die Bevölkerung leiste. Die Fahne solle diese Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

Erstmals nach gut 25 Jahren erhält die Feuerwehrtruppe nun auch wieder ein brandneues Einsatzfahrzeug. Bereits Ende 2017 wurde das Feuerwehrauto von der Firma Rosenbauer ausgeliefert, am Sonntag wurde es den Lautersteinern offiziell übergeben. Mit dem neuen Einsatzfahrzeug, das die Abkürzung „LF 10“ trägt, habe die Ausstattung der Feuerwehr einen guten Stand erreicht, meinte Bürgermeister Michael Lenz.

Kommandant Jan Ziller freute sich über das neue Fahrzeug. In erster Linie handle es sich bei dem Gefährt um ein Standardlöschfahrzeug, „allerdings lässt die moderne Ausstattung ergonomischeres Arbeiten zu“, erklärte Ziller. Bei einem Einsatz werden künftig zwei bis drei Feuerwehrleute weniger ausrücken müssen, trotzdem könne die gleiche Leistung erbracht werden.

Kreisbrandmeister Michael Reick betonte, dass die Mannschaft nach wie vor wichtiger sei als alle Gerätschaften, doch auch die beste Truppe stoße irgendwann an ihre Grenzen. „Wir haben heutzutage ein ausgeweitetes Aufgabenspektrum“, sagte Reick mit Blick auf den Großbrand bei der Firma SAM vergangenen Monat. Ein modernes Löschfahrzeug könne solchen Vorfällen besser entgegenwirken.

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe bedankte sich Andreas Heinzinger von der Firma Rosenbauer für den Auftrag und für das entgegengebrachte Vertrauen. Durch das moderne Fahrzeug haben die Feuerwehrleute zwar ein höheres Ausbildungspensum, Heinziger war sich jedoch sicher, dass sie dafür durch die neue Technik am Gefährt entlohnt werden würden.

Die anschließende Fahrzeugweihe übernahmen Elke Lang von der katholischen Kirchengemeinde Donzdorf und die evangelische Pfarrerin Kathinka Kaden. Getreu dem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ sollen die Feuerwehrleute „einander helfen, besser zu helfen“, hoffte Kaden. Elke Lang segnete das neue Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr aus Lauterstein sowie „diejenigen, die für seinen Einsatz verantwortlich sind.“

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