Entscheidung Weg frei für das Senioren- und Pflegeheim

Wangen / Werner Schmidt 13.04.2018

 Der Bau des Pflegeheims durch die in Schwäbisch Gmünd ansässige Vinzenz von Paul gGmbH beschäftigt Wangen schon sehr lang. Im November 2016 hatte die Gesellschaft im Rahmen einer Informationsveranstaltung ihre Pläne eines Heims an der Blumenstraße 19 präsentiert.

Die Mehrzahl der anwesenden Wangener hatte sich wohlwollend geäußert, wenngleich auch einige Nachbarn wegen des befürchteten Lärms von den Fahrzeugen der Heimmitarbeiter und der Besucher ihre Morgen- und Feierabendruhe gefährdet sahen.

Geplant ist ein Heim mit 30 stationären und 16 Tagespflegeplätzen. Sechs Millionen Euro sollen in den Bau des zweigeschossigen Komplexes mit Flachdach fließen. Mit einer Höhe von 6,94 Meter bliebe es sogar geringfügig unter der im Bebauungsplan festgesetzten Maximalhöhe von sieben Metern: „Das Baufenster wird eingehalten, die Überschreitungen durch die Balkone ist korrigiert“, heißt es in der Vorlage für den Gemeinderat.

Die öffentliche Auslegung ist bereits erfolgt und Einwände der Bewohner und Nachbarn gab es offenbar keine. Lediglich zwei Bitten von Nachbarn seien geäußert worden, hieß es in der Sitzung der Kommunalpolitiker.

Danach bittet ein Nachbar darum, dass auf dem Grundstück des Pflegeheims „keine hochragenden, großkronigen Bäume gepflanzt werden“, die den Gebäudekomplex überragen. Ein weiterer Nachbar bittet darum, dass die gesetzlichen Grenzabstände eingehalten werden. Der Wangener Gemeinderat stimmte den Plänen zum Bau des Pflegeheims einhellig zu.

Ende 2019 soll der Betrieb aufgenommen werden, sagte der für den Bereich Göppingen zuständige Regionalleiter Roy Hummel während der Bürgerversammlung. Die Mehrzahl der Wangener steht dem Seniorenzentrum positiv gegenüber und stützt damit auch die Äußerung von Bürgermeister Daniel Frey, der seinerzeit feststellte: „Für uns ist das eine riesen Chance!“

Eine Chance, ältere Menschen am Ort zu halten, denn grade die über 70-jährigen Wangener bildeten die zweitgrößte Gruppe, die den Ort verlasse (16 Personen waren es im Jahr 2015). Als größte Gruppe verließen im selben Jahr 54 der 20- bis 30-Jährigen den Ort. Die meisten, um sich beruflich zu etablieren oder eine Familie zu gründen, ist einer Statistik zu entnehmen.

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