Aufrüstung Wasserturm kann jetzt fernüberwacht werden

Die Gemeinderatssmitglieder besichtigten den Wasserturm bei der jüngsten Sitzung gemeinsam.
Die Gemeinderatssmitglieder besichtigten den Wasserturm bei der jüngsten Sitzung gemeinsam. © Foto: Gemeinde
Adelberg / SWP 30.06.2017

Am vergangenen Donnerstag besichtigte der Gemeinderat zusammen mit Vertretern der Energieversorgung Fils­tal (EVF) den technisch erneuerten Wasserturm. Dem vorausgegangen war eine grundsätzliche Überprüfung des etwa 35 Jahre erstellten Bauwerks durch die EVF im Jahr 2016.

Diese hatte ein Konzept zur Behebung der Schwachstellen sowie benötigter technischer Neuerungen ausgearbeitet. Ergebnis: Rund 90.000 Euro Investitionen für eine Erneuerung der Elektrotechnik inklusive Objektschutz, Einbau einer Druckerhöhungsanlage mit Hydraulik, Erneuerung der Mess- und Regeltechnik sowie einer punktuellen Betonsanierung einschließlich Luftentfeuchtung. Durch die Installation der technischen Fernüberwachungssysteme kann der Wasserturm nun fernüberwacht werden.

 Besonders wichtig war bei der Sanierung der Einbau der Druck­erhöhungsanlage inklusive Hydraulik, da damit künftig die Versorgungssicherheit auf hohem Niveau gewährleistet ist, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Hintergrund sei, dass die Speicherkapazität im Hochbehälter, der sich in der Turmspitze des Wasserturms befindet, nur 100 Kubikmeter beträgt. Die Erdbehälter fassen dagegen 1000 Kubikmeter. Diese Aufteilung entspricht jedoch nicht mehr der aktuellen Anzahl und Verteilung der Bevölkerung. Durch den Einwohnerzuwachs um 50 Prozent in den vergangenen Jahrzehnten sowie die vielen höhergelegten Neubaugebiete, wird rund Zweidrittel des Ortes durch die Hochzone und Eindrittel des Ortes durch die Niederzone versorgt.

Im normalen Versorgungsbetrieb war dies in der Vergangenheit stets unproblematisch. In Ausnahmefällen, bei einem extremen Wasserverbrauch, zum Beispiel durch einen sehr großen Wasserrohrbruch oder eine Brandkatastrophe hätte dagegen das Wasserversorgungsnetz zusammenbrechen können.

Mit der bei der Sanierung eingebauten Druckerhöhungsanlage kann nun mittels Fernsteuerung bei Bedarf Wasser aus dem Erdbehälter in den Hochbehälter gepumpt werden.